Dieser neueste Motor stammt jedoch nicht von einem High-Tech-Ingenieurunternehmen, von dem Sie noch nie gehört haben. Es stammt von einem der größten Automobilhersteller der Welt, General Motors.
Und obwohl GM wahrscheinlich kein Interesse daran hat, dies in ein Fahrzeug mit weniger als vier Rädern einzubauen, ist es zumindest erfreulich zu sehen, dass ein so großes Unternehmen etwas anderes als Elektrifizierung und Wasserstoff in Betracht zieht.
Das Patent zielt darauf ab, einige der Probleme anzugehen, die Zweitaktmotoren in der modernen Welt weniger sinnvoll machen: Effizienz, Emissionen und mechanische Langlebigkeit.
Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Zweitaktmotor, der über feste Anschlüsse im Zylinder verfügt, die entweder über eine Membran oder ein Drehventil betätigt werden, basiert das GM-Design auf einer beweglichen Hülse, die zwischen Kolben und Zylinderwand sitzt. Die Hülse bewegt sich koordiniert mit dem Kolben, lässt Ladeluft in den Zylinder und dichtet ihn dann für die Verbrennung ab, bevor er sich öffnet, damit die Gase austreten können.
Dem Patent zufolge wird die Bewegung der Hülse durch einen Aktuator erleichtert. Um einen reibungslosen Lauf im Motor zu unterstützen und Reibung und inneren Verschleiß zu verringern, unterstützt die Hülse auch die Kolbenringe über der Ventilfläche. Dem Patent zufolge „befördert“ die Hülse die Ringe an der Öffnung vorbei und trägt so dazu bei, das Risiko zu verringern, dass der Ring die Öffnung berührt und Schäden und Verschleiß verursacht.
Derzeit ist nicht klar, ob das System verwendet werden kann, um dem Zweitaktmotor eine Art variable Ventilsteuerung hinzuzufügen. Man braucht nicht allzu viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass die Hülse die Öffnungen an bestimmten Punkten im Drehzahlbereich unterschiedlich weit öffnet und so die Ventilsteuerung für eine bestimmte Drehzahl optimiert.
Nun müssen wir dieses Patent mit Vorsicht genießen. Vermeintliche Zweitakt-Retter kommen und gehen, und fast keiner von ihnen schafft es über die frühe Design- und Technikphase hinaus. Es ist jedoch aufregend zu sehen, wie ein so großer Name wie GM die Nachfolge übernimmt, und wenn sie in den kommenden Jahren damit beginnen, Zweitakter in Autos einzubauen, werden hoffentlich einige Fahrradhersteller damit beginnen, dasselbe zu tun!