Der Luxusauto-Tuner Brabus hat sich mit der französischen Elektrofahrrad-Boutique-Marke Dab zusammengetan. Aus der Zusammenarbeit sind drei futuristische Maschinen hervorgegangen.
Das auf der Mailänder Designwoche vorgestellte Drei-Fahrrad-Angebot umfasst den DAB 1⍺ Brabus, den Brabus Urban E und eine limitierte Auflage des Brabus Urban E First Edition. Nach der gut dokumentierten Zusammenarbeit mit KTM, die zu einer Reihe hochwertiger Super Duke-Modelle in limitierter Auflage führte, ist es der zweite Schritt von Brabus in den Zweiradbereich.
Beginnend mit dem Urban E (oben), der angeblich eine Höchstgeschwindigkeit von 75 Meilen pro Stunde, eine Reichweite von 93 Meilen im Stadtverkehr (rund 75 Meilen zusammen) und eine Ladezeit zwischen dreieinhalb und vier Stunden hat. Die Leistung wird mit 10 PS Dauerleistung angegeben, mit einer Spitzenleistung von 35 PS und einem satten Drehmoment von 475 Nm (350 lb-ft) am Rad. Der Preis ist allerdings weniger bescheiden und beläuft sich auf 20.800 Euro – etwa 18.000 Pfund oder etwa den Preis von zwei Kawasaki Z900.
Laut der Dab-Website „ist alles BRABUS. BRABUS Carbon definiert die Architektur. BRABUS Performance verbessert den Antriebsstrang.“ Weiter heißt es, dass das Fahrrad ein Fahrerlebnis biete, das „sowohl kontrolliert als auch emotional“ sei.
In der Tat starke Worte.

Für diejenigen, die es etwas exklusiver mögen, ist die Urban E First Edition (Hauptbild und oben) auf insgesamt nur 40 Einheiten limitiert, verteilt auf vier Farbvarianten, von denen jeweils nur zehn hergestellt werden. Es wird als etwas zum „Sammeln, Kuratieren und Erinnern“ angepriesen, was angesichts des Preises von 32.500 € (rund 28.200 £) auch gut so ist und es in preislicher Hinsicht fest im Bereich der Ducati Multistrada V4 Pikes Peak platziert – wenn auch nicht in Bezug auf Leistung oder Benutzerfreundlichkeit.

Abgerundet wird das Trio durch den DAB 1⍺ Brabus (oben), der als „Ihre erste Eintrittskarte in das DAB x Brabus-Universum“ beschrieben wird. Trotz dieser Positionierung liegt der Preis immer noch bei 16.590 € (rund 14.400 £). Zu den Leistungsdaten zählen etwa 30 PS, eine Höchstgeschwindigkeit von 75 Meilen pro Stunde, eine Reichweite von bis zu 93 Meilen und die gleiche Ladezeit von dreieinhalb bis vier Stunden wie beim Urban E.
Und obwohl die Zahlen für den städtischen Einsatz durchaus respektabel sind, lässt sich die Kluft zwischen der gebotenen Leistung und den geforderten Preisen kaum ignorieren. Wenn man den Kohlenstoff, das Branding und die Attraktivität der limitierten Auflage weglässt, bleiben Elektrofahrräder übrig, die das Spiel zumindest auf dem Papier nicht wirklich voranbringen. Für einige Käufer wird das keine Rolle spielen, aber für Fahrer, die Wert auf Wert oder Leistungsfähigkeit legen, wird es viel schwieriger sein, diese zu verkaufen.