Jahrelang wurden Motorradfahrer, die Waze nutzten, praktisch wie Autofahrer auf zwei Rädern behandelt. Die App war vielleicht eine der besten, die es gibt, um Polizeiwagen, Staus und Straßenbaustellen zu erkennen, aber wenn es darum ging, tatsächlich zu verstehen, was ein Motorradfahrer von einem Navigationsgerät braucht, war es größtenteils eine Vermutung. Das dürfte sich ändern.
Google, das die App im Jahr 2013 erworben hat, hat einen speziellen Motorradmodus für Waze angekündigt, der KI und Daten aus der Motorradkartierungs-Community der App nutzt, um Routen speziell für Fahrer zu erstellen, anstatt einfach die für Autos vorgesehenen Routen umzuwidmen. Das Update verspricht genauere Reisezeiten und Routenführung, die die Besonderheiten und Vorteile des Reisens auf zwei Rädern berücksichtigt.
Laut Waze berücksichtigt der neue Modus, dass Motorräder Straßen und Abkürzungen benutzen können, die für größere Fahrzeuge möglicherweise nicht geeignet oder zugänglich sind, und berücksichtigt gleichzeitig Einschränkungen und Routenbeschränkungen, die in einigen Märkten nur für Fahrräder gelten. Das dürfte dazu führen, dass es weniger Fälle gibt, in denen Fahrer lange Umwege geschickt oder auf Straßen geschleust werden, die auf einem Motorrad wenig Sinn machen.

Vielleicht noch wichtiger für jeden, der auf dem zunehmend von Kratern übersäten Straßennetz Großbritanniens unterwegs ist, warnt der Waze-Motorradmodus die Fahrer aktiv vor Gefahren, die auf zwei Rädern wichtiger sind als auf vier. Schlaglöcher, Bremsschwellen, erhöhte Fußgängerüberwege, Seitenstreifen und schmale Brücken werden alle als Routenwarnungen angezeigt, sodass Fahrer mehr Zeit haben, auf Gefahren zu reagieren, die von leicht irritierend bis wirklich gefährlich reichen können.

Das System kombiniert die traditionellen Crowdsourcing-Verkehrsdaten von Waze mit Informationen, die von speziellen Motorradkarteneditoren bereitgestellt werden, und schafft so eines der nützlichsten, fahrerorientierten Navigationstools, die derzeit auf einem Smartphone verfügbar sind.
Es gibt jedoch einen Haken. Die anfängliche Einführung ist auf Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Peru und die Philippinen beschränkt, also im Grunde alle globalen Märkte mit einer erheblichen Anzahl angetriebener Zweiräder. Google sagt, dass weitere Länder folgen werden, obwohl derzeit noch nicht bekannt ist, wann britische Fahrgäste Zugang erhalten – booo!