Es gibt kaum eine Maschine, die als Symbol Italiens besser erkennbar ist als ein Vespa-Roller. Es sei denn natürlich, Sie sprechen über das berühmte Trainingsschiff der italienischen Marine, die Amerigo Vespucci.
Die beiden Ikonen trafen sich nun zum ersten Mal im Hafen von New York, wo Vespa einen einzigartigen, einmaligen Roller enthüllte, der von dem 95 Jahre alten Segelschiff inspiriert war, als es sich auf die Teilnahme an den Sail4th250-Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Gründung der Vereinigten Staaten vorbereitete.
Die maßgeschneiderte Maschine wird während des Aufenthalts des Schiffes in New York weiterhin neben dem Schiff ausgestellt sein und vereint zwei sehr unterschiedliche Maschinen, die beide zu unwahrscheinlichen Botschaftern italienischer Ingenieurskunst und italienischen Designs geworden sind.
Die 1931 vom Stapel gelassene Amerigo Vespucci dient als Ausbildungsschiff der italienischen Marine und hilft dabei, Offiziersanwärter der Marineakademie in Livorno auf das Leben auf See vorzubereiten. Es gilt weithin als eines der schönsten jemals gebauten Schiffe, ist aber auch das älteste aktive Schiff der italienischen Marine und reist regelmäßig um die Welt, um Italien im Ausland zu repräsentieren.

Die Vespa hingegen kam 15 Jahre später als das Schiff, im Jahr 1946, auf den Markt und hat sich in den vergangenen acht Jahrzehnten zu einem der erfolgreichsten Exportgüter Italiens entwickelt. Was als erschwingliches Nachkriegstransportmittel begann, entwickelte sich zu einer globalen kulturellen Ikone, die weit über die Welt der Zweiräder hinaus bekannt ist.
Das New Yorker Showbike ist eindeutig vom unverwechselbaren Erscheinungsbild der Vespucci inspiriert. Der Roller ist in glänzendem Schwarz gehalten und verfügt über zwei weiße Streifen entlang der Stahlkarosserie. Er spiegelt die berühmte Rumpflackierung des Schiffes wider, während an den Flanken Grafiken erscheinen, die von den Bullaugen des Schiffes inspiriert sind.

Die ockerfarbenen Details unter dem Sitz und über dem vorderen Kotflügel erinnern an die Farbe der hölzernen Schanzkleider des Schiffs, während das vordere Verbindungsstück die gleichen Farbtöne wie der Bugspriet des Segelschiffs annimmt.
Auf der linken Seite des Frontschilds sind offizielle Amerigo-Vespucci-Grafiken angebracht, die den Großsegler unter vollen Segeln samt italienischer Trikolore zeigen, aber die interessanteste Besonderheit ist wohl der Sitz selbst.
Anstelle einer herkömmlichen Polsterung hat Vespa den Sattel mit echtem Olona-Canvas bezogen, dem gleichen Material, aus dem auch die Schiffssegel hergestellt wurden. Es ist ein ungewöhnliches Detail, aber eines, das zwei italienische Maschinen, die fast 100 Jahre auseinander gebaut wurden, geschickt miteinander verbindet.