Anfang dieses Jahres eröffnete Honda offiziell seine neue 100.000 Quadratmeter große Produktionsanlage in der Türkei, in der voraussichtlich jedes Jahr 200.000 Einheiten vom Band laufen werden und gleichzeitig die globale Präsenz der japanischen Marke gestärkt wird.
In einem kürzlichen Interview im Rahmen der „Honda Stories“-Reihe des Unternehmens verriet Hans De Jaeger, Präsident von Honda Motor Europe, jedoch andere Gründe, warum der japanische Hersteller daran interessiert war, dieses spezielle Werk in Aliağa, Izmir, zu errichten.
Das neue Werk ist Hondas 38. Motorradfabrik weltweit und wurde bereits im Mai eröffnet. Die Idee hinter der Schaffung der neuen Anlage besteht in erster Linie darin, die Produktionslinie in der türkischen Region zu erweitern, die insbesondere im letzten Jahrzehnt bereits als erfolgreicher Markt für Honda gedient hat, und gleichzeitig wirtschaftlichen Mehrwert in der gesamten Region zu schaffen.
Die anhaltende Nachfrage nach Zweiradprodukten in der Türkei stellt für Honda eine Chance dar, sich als führender Motorradhersteller in der Region weiter zu etablieren, nachdem die Marke im Jahr 2025 zum elften Mal in Folge die Motorrad-Verkaufscharts des Landes anführte. Dennoch ist De Jaeger davon überzeugt, dass das neue Werk auch für den Aufbau einer starken Zweiradkultur verantwortlich sein kann.
Auf die Frage, warum die Türkei für Honda ein strategisch wichtiges Land geworden sei, sagte De Jaeger:
„Wir haben gesehen, dass der Motorradmarkt in der Türkei in den letzten Jahren weiter wächst und viele jüngere Kunden zum ersten Mal auf ein Fahrrad steigen. Diese wachsende Nachfrage ist nicht nur eine starke Geschäftsmöglichkeit für Honda, sondern auch eine Chance, eine starke Motorradkultur in der Türkei weiterzuentwickeln.“
Er gab auch zu, dass die neue Anlage eine Chance für das Unternehmen darstellt, bei zukünftigen Produkten weitere Innovationen voranzutreiben, was mit Hondas Triple Action to Zero-Plänen verknüpft ist, bis 2050 CO2-Neutralität zu erreichen.

De Jaeger fügte hinzu:
„Diese Investition unterstreicht unser langfristiges Engagement für die europäische Region und insbesondere für die Türkei. Wir sehen hier echte Chancen und wollen unser Geschäft auf nachhaltige Weise weiter ausbauen. Indem wir weiterhin in lokale Produktion, Innovation und Partnerschaften investieren, können wir dauerhaften Wert für unsere Kunden, unsere Partner und die Gesellschaft im Allgemeinen schaffen.“
„Wie alle unsere Anlagen wurde auch diese neue Fabrik mit einem starken Fokus auf Umwelt- und Sozialverantwortung im Einklang mit den globalen Honda-Standards entwickelt. Im Rahmen unserer Triple Action to Zero-Verpflichtung, die bis 2050 CO2-Neutralität anstrebt, besteht das Ziel darin, die Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren und gleichzeitig positive Beiträge für die Gemeinden, in denen wir tätig sind, zu maximieren.“