Die Vereinten Nationen haben Motorradfahrer in den Mittelpunkt ihrer neuesten globalen Verkehrssicherheitsstrategie gestellt und fordern Regierungen auf der ganzen Welt auf, die Straßen für Motorradfahrer sicherer zu machen, um bis 2030 die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten zu halbieren.
Die Erklärung wurde während des hochrangigen UN-Treffens zur Verbesserung der globalen Verkehrssicherheit verabschiedet und erkennt Fahrer von motorisierten Zwei- und Dreirädern als eine der am stärksten gefährdeten Verkehrsteilnehmergruppen an. Die UN hat die Mitgliedsstaaten nun dazu verpflichtet, die Motorradsicherheit durch eine Kombination aus besserer Infrastruktur, verbesserter Fahrerschulung, sichereren Motorrädern und der breiteren Verwendung qualitätszertifizierter Helme anzugehen.
Anstatt sich ausschließlich auf das Fahrverhalten zu konzentrieren, basiert die Erklärung auf dem „Safe System“-Ansatz und besagt, dass Straßen so gestaltet und verwaltet werden sollten, dass menschliches Versagen nicht automatisch zum Tod oder zu lebensverändernden Verletzungen führt. Es geht sogar so weit zu erklären, dass „keine Todesfälle oder schweren Verletzungen auf der Straße akzeptabel sind“. Dies ist ein interessanter Punkt, da herkömmliche Straßenverkehrssicherheitskampagnen bislang den Großteil der Verantwortung den einzelnen Verkehrsteilnehmern übertrugen und nicht den Planern und Erbauern des Straßennetzes.

Zu den Zusagen gehört die Zusage, die spezifischen Sicherheitsherausforderungen, mit denen Motorradfahrer konfrontiert sind, durch einen „ganzheitlichen Ansatz“ anzugehen, der eine sicherere Infrastruktur, Umgebungen mit niedrigerer Geschwindigkeit, Fahrerschulung und -schulung, verbesserte Fahrzeugsicherheit und den verstärkten Einsatz zertifizierter Schutzhelme umfasst. Die Erklärung fördert außerdem die Förderung von schützender Reitausrüstung, einschließlich Handschuhen, Stiefeln, Schutzkleidung und sogar persönlichen Airbagsystemen.
Andernorts werden Regierungen ermutigt, die Straßengestaltung durch unabhängige Sicherheitsprüfungen, bessere Kreuzungsgestaltung, sicherere Straßenränder, Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung und Infrastruktur zum Schutz gefährdeter Verkehrsteilnehmer zu verbessern. Die Erklärung unterstützt auch die breitere Einführung fortschrittlicher Fahrzeugsicherheitstechnologien und stärkere Maßnahmen gegen Geschwindigkeitsüberschreitungen, Fahrstörungen und Ablenkung am Steuer.

Obwohl die Erklärung nicht rechtsverbindlich ist, gibt sie den UN-Mitgliedstaaten die Richtung für den Rest des Aktionsjahrzehnts für Verkehrssicherheit vor. Von den Ländern wird erwartet, dass sie ihre nationalen Verkehrssicherheitsstrategien stärken und vor einer weiteren globalen Überprüfung im Jahr 2030 über ihre Fortschritte berichten.
Für Radfahrer im Vereinigten Königreich bedeutet dies, dass die künftige Verkehrssicherheitspolitik nicht nur daran gemessen werden könnte, wie gut die Radfahrer ausgebildet oder ausgerüstet sind, sondern auch daran, ob die Straßen selbst so gestaltet sind, dass sie am Leben bleiben.