Berichten zufolge hat MV Agusta die Motorradproduktion in seinem Werk in Varese eingestellt, nachdem keine Investitionen aus China mehr zu erwarten waren.
Laut GPOne sollte MV Agusta hohe Investitionen von CFMoto erhalten, bevor ein Memorandum of Understanding (MOU), das Berichten zufolge im Juni 2026 unterzeichnet wurde, scheiterte.
Dies wurde ursprünglich von beiden Parteien unterzeichnet, was dazu geführt hätte, dass CFMoto einen Anteil von 49 Prozent an MV Agusta gekauft hätte.
Bei MV Agusta hätte dann eine Umstrukturierung in Höhe von mehreren Millionen Euro stattgefunden, wenn der Vertrag nicht gekündigt worden wäre, was Berichten zufolge das in Varese ansässige Unternehmen in große finanzielle Schwierigkeiten gebracht hätte.
Die Meldungen, dass MV Agusta die Produktion eingestellt hat, sind eine große Überraschung angesichts der erwarteten Verkaufsambitionen, die erst letztes Jahr festgelegt wurden.
Nach der Trennung von KTM im Jahr 2025 aufgrund gut dokumentierter finanzieller Probleme des österreichischen Herstellers gab MV Agusta Pläne bekannt, im selben Jahr 4.000 Motorräder zu verkaufen, sowie ein langfristiges Ziel von 10.000.
Berichten zufolge hatte MV Agusta jedoch Schwierigkeiten, diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, und hat im Jahr 2026 bisher nur 1.238 Einheiten verkauft.
Als MV Agusta den Aktienrückkauf von KTM abschloss, wurde Hubert Trunkenpolz, der zuvor zum CEO des Unternehmens ernannt worden war, als es noch im Besitz von KTM war, zum Vorstandsvorsitzenden von MV Agusta Motor ernannt. Anschließend wurde Luca Martin vom Co-CEO zum neuen CEO von MV Agusta befördert.
Während der Verhandlungen zwischen MV Agusta und CFMoto soll die Circular Economy AG einen Industrieplan für die Zukunft des Unternehmens vorgelegt haben. Nun wird jedoch behauptet, dass Vertreter von CFMoto den Deal aufgrund finanzieller Forderungen von MV Agusta, die sie als unangemessen erachteten, zurückgezogen hätten.

Es wurde angenommen, dass die Vereinbarung zwischen MV Agusta und CFMoto auch ein potenzielles MotoGP-Projekt beinhaltet.
Es wird immer noch gemunkelt, dass CFMoto daran interessiert sei, in Zukunft der MotoGP beizutreten, aber angesichts der Kündigung der Vereinbarung mit MV Agusta wird dies keine gemeinsame Anstrengung mehr sein.