Der Moto3-Grand-Prix von Deutschland 2025 endete mit einer Zielflagge, die Julia Taubitz schwenkte, die nun bei den Olympischen Winterspielen in Mailand Cortina eine Goldmedaille gewonnen hat.
Beim Rennen der Leichtgewichtsklasse beim deutschen MotoGP-Rennen im vergangenen Juni siegte David Munoz zum zweiten Mal in seiner Karriere. Der Spanier siegte vor seinen Landsleuten Max Quiles und dem späteren Moto3-Weltmeister von 2025, Jose Antonio Rueda.
Für Taubitz, die als amtierende Weltmeisterin im Damen-Einzelrodeln zu den Spielen in Milano Cortina kam, war das Sachsenring-Rennen eine Gelegenheit, Teil des Sports zu sein, den sie als Fan und nicht als Konkurrentin liebt.
In einem Gespräch mit der offiziellen Website des Internationalen Rennrodel-Verbandes im vergangenen November gab Taubitz, die ein Motorrad besitzt, zu, dass sie „wirklich versucht“ sei, auf der Rennstrecke zu fahren.
„Ich bin ein bisschen ein Adrenalin-Junkie“, fügte sie hinzu.
Ein paar Monate später, zu den Olympischen Winterspielen 2026 in Norditalien, hat Taubitz ihre erste olympische Goldmedaille im Rennrodeln der Damen gewonnen.
Taubitz führte ihre deutsche Teamkollegin Merle Fraebel nach den ersten beiden Läufen des Finales am 9. Februar mit etwas mehr als einer halben Zehntelsekunde an, aber ein Fehler von Fraebel zu Beginn ihres dritten Laufs führte dazu, dass Taubitz‘ Vorsprung bereits im vierten und letzten Lauf auf über 0,7 Sekunden anwuchs.
Ein fehlerfreier vierter Lauf von Taubitz war alles, was sie brauchte, um sich die olympische Goldmedaille zu sichern, und genau das lieferte sie, indem sie mit 0,918 Sekunden Vorsprung vor der Lettin Elina Bota und der US-Amerikanerin Ashley Farquharson ihre erste olympische Goldmedaille gewann.
Die Goldmedaille ist eine Premiere in Taubitz‘ Rennrodelkarriere, in der sie außerdem 16 Einzel-Weltcupsiege sowie insgesamt 15 Medaillen bei Weltmeisterschaften eingefahren hat. Es ist auch ein Ergebnis, das den Sieg bei den Rennrodel-Einzelwettbewerben für Deutschland bei den Winterspielen 2026 komplettiert, nachdem Max Langenhan bei den Herren Gold gewonnen hatte.
Deutschland hat also ein ähnliches Verständnis für den Rennrodelsport wie Spanien für die Moto3.