Europäische Autofahrer haben sich gerade erst an die unaufhörlichen Warntöne und Warnsignale der intelligenten Geschwindigkeitsassistenzsysteme gewöhnt, doch Brüssel plant möglicherweise bereits einen weiteren, weitaus aufdringlicheren Schritt.
Diesen Monat erscheinende Berichte deuten darauf hin, dass die Europäische Kommission eine Technologie untersucht, die automatisch eingreifen könnte, wenn ein Fahrzeug die Geschwindigkeitsbegrenzung überschreitet, und dabei eine Kombination aus Satellitenortung, GPS-Kartierung und Bordkameras verwendet, um genau zu bestimmen, wie schnell ein Fahrzeug fahren sollte.
Im Gegensatz zu den ISA-Systemen, die seit 2022 in alle neu homologierten Autos in Europa eingebaut werden und für alle seit Juli 2024 verkauften Neuwagenmodelle obligatorisch sind, würde die vorgeschlagene Technologie über die bloße Warnung der Fahrer bei Überschreitung des Grenzwerts hinausgehen. Stattdessen könnte es die Motorleistung aktiv reduzieren oder das Fahrzeug wieder auf die zulässige Geschwindigkeit verlangsamen.
Und bevor jemand zur Tastatur greift, um darauf hinzuweisen, dass Großbritannien die Europäische Union im Jahr 2020 verlassen hat, sei daran erinnert, dass das Vereinigte Königreich in den Jahren seit dem Brexit häufig die europäische Gesetzgebung zur Fahrzeugsicherheit übernommen hat. Es wäre auch unvorstellbar anzunehmen, dass Automobilhersteller nur in Großbritannien hergestellte Autos und Motorräder herstellen würden, ohne dass die Technologie eingebaut wäre.
Funktionen wie ABS, Euro-Abgasnormen und in jüngerer Zeit intelligente Geschwindigkeitsassistenzsysteme haben alle ihren Weg in Fahrzeuge auf dem britischen Markt gefunden, obwohl sie ihren Ursprung in Brüssel haben. Während das Vereinigte Königreich also nicht verpflichtet wäre, in Zukunft Maßnahmen zur Geschwindigkeitskontrolle per Satellit zu ergreifen, deutet die Geschichte darauf hin, dass Großbritannien möglicherweise nicht weit zurückliegt, wenn Europa sich in diese Richtung bewegt.

Aktuelle ISA-Systeme nutzen GPS-Standortdaten zusammen mit Kameras zur Verkehrszeichenerkennung, um lokale Geschwindigkeitsbegrenzungen zu ermitteln. Je nach Hersteller zeigen sie entweder visuelle Warnungen oder akustische Warnungen an oder erhöhen den Widerstand gegen das Gaspedal, obwohl sie in fast allen Fällen vom Fahrer übersteuert oder ausgeschaltet werden können.
Berichten zufolge würden die neuesten Vorschläge eine ähnliche Technologie nutzen, jedoch mit deutlich mehr Kontrolle über die Fahrzeugsteuerung. Berichten zufolge könnte ein automatischer Eingriff erfolgen, sobald ein Fahrzeug den angegebenen Grenzwert überschreitet, mit dem Ziel, Verkehrstote aufgrund überhöhter Geschwindigkeit zu reduzieren. Sicherheitsaktivisten behaupten, dass solche Systeme die Zahl der Todesopfer erheblich reduzieren könnten, wenn sie weit verbreitet wären.
Für Motorradfahrer sind die Fragen jedoch offensichtlich.

Würden neben Autos und Transportern auch Motorräder dazugehören? Wie würde das System mit ungenauen Kartendaten, vorübergehenden Einschränkungen oder falsch gelesenen Geschwindigkeitsschildern umgehen? Und was passiert, wenn Fahrer einen kurzen Beschleunigungsschub benötigen, um einer sich entwickelnden Gefahr auszuweichen oder ein Überholmanöver sicher durchzuführen?
Diese Bedenken bestehen bereits bei den heutigen ISA-Systemen, die nur auf Warnungen ausgerichtet sind und von denen viele den Ruf haben, durch Nebenstraßen, Zufahrtsstraßen und vorübergehende Begrenzungen verwirrt zu werden. Die Übertragung derselben Technologie auf ein Gas- oder Bremssystem dürfte bei Fahrern und Fahrern gleichermaßen zu Kontroversen führen.
Wichtig ist, dass nichts davon Gesetz ist und keine Gesetzgebung vorgeschlagen wurde. Es wird davon ausgegangen, dass die Europäische Kommission die Technologie als mögliche zukünftige Verkehrssicherheitsmaßnahme untersucht, wobei eine verpflichtende Einführung vor 2030 unwahrscheinlich ist, selbst wenn die Idee an Zugkraft gewinnt.
Im Moment wird Ihr Fahrrad nicht auf die Bremse treten, weil Sie in einem Dorf mit bis zu 35 km/h gefahren sind. Aber da Hersteller und Gesetzgeber auf eine enorme Reduzierung der Zahl schwerer Verkehrsunfälle und Todesfälle drängen, könnten diese lästigen Warnsysteme eher früher als später zu fest verdrahteten Interventionssystemen werden.