Yamaha hat einen großen Schritt in Richtung Enthüllung seines MotoGP-Aufgebots für 2027 gemacht, nachdem es die Ausstiege von Fabio Quartararo und Alex Rins bestätigt hat.
Die Entscheidung, Rins nicht erneut zu verpflichten, ist keine Überraschung, da der ehemalige Suzuki- und Honda-Fahrer seit seinem Eintritt in das Werksteam im Jahr 2024 oft mit der M1 zu kämpfen hatte, wenn auch mit Maschinen, die zeitweise am wenigsten konkurrenzfähig in der Startaufstellung waren.
Allerdings gelang es Quartararo mehrmals, die Fähigkeiten des M1 zu übertreffen, obwohl auch er Schwierigkeiten hatte, dauerhaft konkurrenzfähig zu sein.
Fabio Quartararo fährt die Yamaha M1. Bildnachweis: Gold und Gans.
Aber da Quartararo Yamahas jüngster Weltmeister ist, war es für den japanischen Hersteller oft ein wichtiges Ziel, den Franzosen zu behalten. Allerdings wurde zu Beginn dieser Saison sehr deutlich, dass eine neue Vertragsvereinbarung zwischen beiden Seiten unwahrscheinlich war.
Quartararo wird stark mit einem Wechsel zu Honda in Verbindung gebracht, der voraussichtlich bald bestätigt wird, während Jorge Martin von Aprilia den MotoGP-Champion von 2021 im Yamaha-Werksteam ersetzen wird.

Fabio Quartararo in Assen. Bildnachweis: Gold und Gans.
Paolo Pavesio, Geschäftsführer von Yamaha Motor Racing, sagte Folgendes zum Verlust beider Fahrer im Jahr 2027:
„Fabio (Quartararo) und Alex (Rins) haben beide eine wichtige Rolle im MotoGP-Projekt von Yamaha gespielt und wir sind sehr dankbar für ihre Bemühungen, ihr Engagement und ihre Zusammenarbeit im Laufe der Jahre.“
„Fabios Reise mit Yamaha erstreckt sich über acht Jahre, in denen wir sowohl große Erfolge als auch schwierige Momente geteilt haben. Gemeinsam sind wir gewachsen, haben Erfolge gefeiert, die unsere Geschichte geprägt haben, und haben uns Herausforderungen gestellt, die uns gestärkt haben. Über die Ergebnisse hinaus ist es diese Reise, die unsere Beziehung definiert, und am Ende wird Fabio immer eine der wahren Legenden der Yamaha MotoGP bleiben.“
„Seit er 2024 zu Yamaha kam, hat Alex wertvolle Erfahrungen, bedeutungsvolle Erkenntnisse und unerschütterliches Engagement mitgebracht und eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des YZR-M1-Projekts gespielt. Auch wenn der Abschied nach gemeinsamen Jahren nie einfach ist, konzentrieren wir uns weiterhin voll und ganz auf die Arbeit als Team, um bis zum Ende der Saison die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.“
Yamaha könnte einer von drei Herstellern sein, der in der nächsten Saison ein völlig neues Werksteam aufstellt, wobei Honda und KTM voraussichtlich jeweils zwei neue Fahrer einstellen werden.