Ein warmer Sommertag und eine leere Straße sind Motorrad-Perfektion, wie es nur geht. Das Problem ist, dass das Fahren überraschend schnell von angenehm zu anstrengend werden kann, wenn die Temperaturen richtig steigen.
Während die meisten Fahrer die Grundlagen kennen, geht es beim Fahren bei heißem Wetter nicht einfach darum, ein paar Lüftungsschlitze zu öffnen und loszulegen. Dehydrierung, Müdigkeit und Hitzeerschöpfung können sich bemerkbar machen, lange bevor man merkt, dass etwas nicht stimmt, und alle drei können sich auf die Konzentration und Reaktionszeit auswirken.
Bevor Sie sich also auf die Suche nach der Sonne machen, finden Sie hier ein paar Möglichkeiten, kühl zu bleiben und sich dennoch richtig zu schützen.
1. Trinken Sie, bevor Sie durstig sind
Wenn es eine Regel gibt, die wichtiger ist als alle anderen, dann ist es die Flüssigkeitszufuhr.
Wenn Sie Durst verspüren, müssen Sie bereits aufholen. Lange Strecken im Sattel, direkte Sonneneinstrahlung und heiße Luft, die durch die Reitausrüstung strömt, können den Flüssigkeitsverlust beschleunigen, insbesondere bei längeren Fahrten. Fahrer nennen regelmäßig Dehydrierung als größtes Problem bei Reisen in extremer Hitze.
Nehmen Sie Wasser mit, halten Sie regelmäßig an und trinken Sie wenig und oft. Trinkrucksäcke sind besonders nützlich, da sie es einfacher machen, über den Tag verteilt Flüssigkeit nachzufüllen.
2. Planen Sie mehr Pausen als üblich ein

Sommerfahrten sind nicht die Zeit für heldenhafte Tankstopps.
Ein fünfminütiger Aufenthalt im Schatten kann einen großen Unterschied darin machen, wie Sie sich im Laufe eines Tages fühlen. Nehmen Sie Ihren Helm ab, kühlen Sie sich ab, vertreten Sie die Beine und nehmen Sie etwas Flüssigkeit mit an Bord, bevor Sie wieder losfahren.
Als grober Anhaltspunkt gilt: Wenn es besonders heiß ist, ist es keine schlechte Idee, jede Stunde anzuhalten.
3. Tragen Sie die richtige Ausrüstung – nicht weniger

Jeden Sommer gibt es Fahrer, die versucht sind, Jacken gegen T-Shirts und Handschuhe gegen bloße Hände zu tauschen. Um es ganz klar auszudrücken: Es ist eine schreckliche Idee.
Sie verzichten nicht nur auf wichtigen Schutz, auch das Abnehmen der Ausrüstung sorgt nicht unbedingt dafür, dass Sie kühler bleiben. Fahrer in heißeren Klimazonen weisen häufig darauf hin, dass die richtige Fahrausrüstung dabei hilft, den Luftstrom zu regulieren und tatsächlich den Feuchtigkeitsverlust Ihres Körpers verlangsamen kann.
Suchen Sie stattdessen nach gut belüfteten Jacken, Mesh-Einsätzen und feuchtigkeitsableitenden Basisschichten, die für Fahrten bei heißem Wetter konzipiert sind. Diese ermöglichen eine Luftzirkulation bei gleichzeitigem Schutz.
4. Öffnen Sie alle Lüftungsöffnungen, die Sie haben

Hersteller verbringen nicht umsonst Jahre damit, Lüftungssysteme zu entwickeln.
Helmbelüftungsöffnungen, Jackenbelüftungsöffnungen und Auslassöffnungen tragen alle dazu bei, die Luft um Ihren Körper zu zirkulieren und Wärme abzuleiten. Wenn Ihr Kit über eine einstellbare Belüftung verfügt, ist es jetzt an der Zeit, es zu verwenden. Selbst relativ kleine Öffnungen können beim Umzug einen spürbaren Unterschied machen.
5. Fahren Sie früher oder später am Tag

Wenn Sie eine große Fahrt planen, kommt es auf das Timing an.
Der heißeste Teil des Tages liegt normalerweise zwischen dem späten Vormittag und dem Nachmittag, wenn sowohl die Lufttemperatur als auch die Straßenoberflächentemperaturen ihren Höhepunkt erreichen. Wenn Sie früher losfahren oder bis zum späten Nachmittag warten, kann die Fahrt deutlich angenehmer sein.
Eine Fahrt am frühen Morgen bringt auch den zusätzlichen Vorteil mit sich, dass die Straßen ruhiger sind.
6. Bleiben Sie wo möglich in Bewegung

Niemand genießt es, bei 30°C Außentemperatur mit dem Motorrad im stehenden Verkehr zu sitzen.
Bewegende Luft ist Ihr Freund, und längeres Stehen in Warteschlangen kann eine überschaubare Fahrt schnell zu einer schweißtreibenden Tortur machen. Wenn Sie sicher Routen mit weniger Staus wählen können, fühlen Sie sich im Allgemeinen wohler und reduzieren die Hitzeeinwirkung auf Fahrer und Maschine.
7. Kennen Sie die Warnzeichen

Hitzeerschöpfung kommt nicht mit blinkenden Lichtern.
Achten Sie auf Schwindel, Kopfschmerzen, übermäßige Müdigkeit, Muskelkrämpfe, Übelkeit oder Konzentrationsschwierigkeiten. Wenn Sie eines dieser Symptome verspüren, fahren Sie sofort an einen sicheren Ort und kühlen Sie sich ab. Weiterfahren, während Ihr Körper mit der Hitze zu kämpfen hat, ist ein Risiko, das Sie nicht eingehen sollten.
Ihre Fahrt kann warten.
8. Machen Sie es langsamer und genießen Sie es

Sommerstraßen wecken normalerweise die Begeisterung, aber härteres Fahren erfordert mehr körperliche Anstrengung und erhöht die Ermüdung.
Ein etwas entspannteres Tempo bedeutet weniger Belastung für den Körper, mehr Möglichkeiten, Gefahren zu erkennen und mehr Zeit, die Landschaft zu genießen. Außerdem, wenn das Wetter so gut ist, was ist dann die Eile?
Das Endergebnis

Fahrten bei heißem Wetter können großartig sein, erfordern aber etwas mehr Planung als ein typischer Sonntagsausflug.
Bleiben Sie ausreichend hydriert, tragen Sie geeignete Schutzausrüstung, machen Sie regelmäßig Pausen und achten Sie darauf, was Ihr Körper Ihnen sagt. Wenn Sie das tun, werden Sie mehr Zeit damit verbringen, die Sonne zu genießen, und weniger Zeit damit verbringen, sich zu fragen, warum Sie sich am Straßenrand plötzlich schrecklich fühlen.