Nach fast zwei Jahren der Vorfreude, der Entdeckung verschiedener Entwicklungsmodelle und der erwarteten schrittweisen Markteinführung auf der ganzen Welt wissen wir endlich viel mehr über das allererste Flying Flea-Elektromotorrad.
Die Elektromarke für urbane Mobilität von Royal Enfield hatte bereits im Juli mit der Auslieferung des Flying Flea C6 in Bengaluru, Indien, begonnen. Es wurde jedoch bald damit gerechnet, dass die weltweite Einführung auch Großbritannien als eines der ersten Ziele für das neue Fahrrad außerhalb Indiens umfassen würde, was inzwischen auch zustande kam.
Royal Enfield hat das brandneue Elektromotorrad mittlerweile in fünf Großstädten auf den Markt gebracht, darunter auch in London, wo Krazy Horse den Vertrieb des Flying Flea C6 über sein Geschäft in Welling übernehmen wird. Im Zuge des Rollouts von Stadt zu Stadt wurde der neue Flying Flea C6 in Paris, Frankreich, und dann in London eingeführt. Das neue Elektrofahrrad ist auch in drei anderen europäischen Städten gelandet, darunter Barcelona (Spanien), Berlin (Deutschland) und Rom (Italien).
Flying Flea C6 Preis und Farben
In Europa kostet der Flying Flea C6 5.990 Euro, in Großbritannien rechnen Kunden mit einem Preis von 5.300 Pfund. Es wurden drei Farbvarianten eingeführt, von denen eine angesichts der jüngsten Bilder des neuen Modells in Indien mit großer Spannung erwartet wurde. Diese Farbe ist Flea Green, zu der auch die Optionen Storm Black und Parachute White hinzukommen.
2026 Royal Enfield Flying Flea C6 in „Flea Green“.
Die Marke Flying Flea ist von den leichten Motorrädern inspiriert, die Royal Enfield während des Zweiten Weltkriegs entwickelte und die per Fallschirm von Flugzeugen aus auf dem Schlachtfeld eingesetzt wurden. Diese Motorräder wurden passenderweise „Flying Fleas“ genannt, und während das neue C6-Modell einiges von diesem Erbe aus den 1940er Jahren aufnimmt, wird es gründlich als moderne Maschine neu interpretiert, was in vielerlei Hinsicht hervorgehoben wird.
Das neue Fahrrad verfügt über einen Exoskelett-Rahmen und bietet gleichzeitig eine zeitgemäße Interpretation der Vorderradaufhängung des ursprünglichen Flying Flea. Die neue FF.C6 ist mit einer präzisionsgefertigten Girder-Gabel aus geschmiedetem Aluminium ausgestattet, die laut Royal Enfield das einzige Motorrad auf dem heutigen Markt ist, das über diese fortschrittliche Girder-Gabel-Konfiguration verfügt.
Der Flying Flea C6 sowie der S6 Scrambler, der das nächste Elektromodell der Marke sein soll, sind Teil der wachsenden Pläne von Royal Enfield, in den kommenden Jahren weitere Elektromodelle auf den Markt zu bringen.
FF.C6-Spezifikationen und Details
Der FF.C6 nutzt regeneratives Bremsen, das die Reichweite des Fahrrads aktiv erweitert, indem es beim Abbremsen des Fahrers Energie zurückgewinnt. Royal Enfield gibt eine Reichweite im World Motorcycle Test Cycle (WMTC) von 104 km (65 Meilen), eine Höchstgeschwindigkeit von 115 km/h (72 mph) und ein maximales Drehmoment von etwa 44,2 lb-ft an.

Royal Enfield Flying Flea vor dem Eiffelturm in Paris.
Das Herzstück des FF.C6 ist ein 3,91 kWh Lithium-Ionen-Akku, umhüllt von einer leichten Magnesiumlegierung, der von einem luftgekühlten Belüftungssystem unterstützt wird. Darüber hinaus leistet das neue Elektromodell 20,6 PS bei 3.500 U/min. Die Batterie ist mit einem Ladesystem gekoppelt, das als eines der schnellsten Bordladegeräte in diesem Segment gilt. Der FF.C6 kann über eine standardmäßige 16-Ampere-Steckdose aufgeladen werden, wobei durch seine Hochspannungsarchitektur schnelles Laden möglich ist. Fahrer können die Batterielebensdauer auch mit der Option zur Erhaltungsladung verlängern, wodurch der Schwerpunkt auf einer softwaregesteuerten Verwaltung liegt.
Der Flying Flea C6 kann in etwas mehr als 60 Minuten von 20 auf 80 Prozent vollständig aufgeladen werden und bietet eine Reichweite von etwa 1 km (0,62 Meilen) pro Lademinute. Fahrer erhalten außerdem Fernüberwachung und vernetzte Navigation, während fortschrittliche Stabilitätssysteme wie Schräglagen-ABS und Traktionskontrolle Teil der Standardausstattung sind.
Techn
Neue Besitzer des Flying Flea C6 werden mit dem Fleaware OS der nächsten Generation von Royal Enfield verwöhnt, einem System, das darauf ausgelegt ist, kontinuierlich aus dem Fahrerverhalten zu lernen. Dadurch erhält der Fahrer ein intuitiveres und personalisierteres Erlebnis, während auch Over-the-Air-Updates verfügbar sind.
Der FF.C6 ist mit einem angeblich branchenweit ersten Drehmodusschalter ausgestattet, der es Fahrern ermöglicht, regelmäßig zwischen verschiedenen Fahrmodi zu wechseln, je nach Verkehrsaufkommen oder sich verschlechternden Straßenverhältnissen. Der neue C6 nutzt ein TFT-Display, das wählbare Ladegeschwindigkeiten anzeigt, darunter Rapid, Standard und Trickle. Ein Notausschalter sorgt für zusätzliche Sicherheit und Kontrolle für Fahrer im Notfall.

Royal Enfield Flying Flea C6-Modelle.
Fahreindrücke vom Royal Enfield Flying Flea C6 folgen in Kürze.