Dem neuen Einzelmotorrad-Vorschlag in der MotoGP, der zuvor an Dynamik gewonnen hatte, bevor er möglicherweise für die neue 850er-Ära im Jahr 2027 eingeführt wird, dürfte es nun kaum zu einer Einigung kommen.
Denn alle fünf Hersteller müssen sich einig sein, was laut Autosport derzeit nicht der Fall ist. Der Bericht nennt Aprilia als eine der Marken, die die Single-Bike-Regel am meisten befürworten, was seit Gerüchten über eine realisierbare Änderung der Vorschriften im Jahr 2027 geteilte Meinungen hervorruft.
Die Theorie hinter der Einführung einer Single-Bike-Regel besteht darin, die Kosten zu senken, was wahrscheinlich dazu beitragen würde, dies zu erreichen. Allerdings bedeutet dies, dass die Fahrer einem viel größeren Druck ausgesetzt wären, keine Fehler zu machen. Dies könnte dazu führen, dass Fahrer den größten Teil einer Trainingseinheit in der Boxengasse verbringen, während Reparaturen an ihrem Motorrad durchgeführt werden. Oder wenn ein Unfall groß genug ist oder sich kurz vor einer wichtigen Sitzung wie dem Qualifying, einem Sprintrennen oder sogar dem Grand Prix ereignet, kann dieser Fahrer ganz von der Teilnahme ausgeschlossen werden.
MotoGP-Boxengasse beim Großen Preis von Deutschland 2026. Bildnachweis: Gold und Gans.
Einer, der die Single-Bike-Regelung nicht befürwortet, ist Tech3-KTM-Chef Günther Steiner. Als er letzten Monat über die mögliche neue Regel sprach, sagte der ehemalige Formel-1-Teamchef von Haas:
„Ich bin dagegen, aber die Hersteller sind anscheinend dafür. Ich habe nicht verstanden, was das wirklich antreibt. Denn die Dorna (MotoGP SEG) ist nicht dafür. Es schadet ihrer Show offensichtlich.“
„Aber die Hersteller verstehen das nicht; sie nehmen ihre eigene Show weg, auf der sie ihr Produkt zeigen können. Man braucht sowieso die gleiche Menge an Ersatzteilen. Denn wenn man stürzt, muss man immer noch das zweite Fahrrad bauen.“
„Aber statt aus einem Stück (fertig zum Mitnehmen) besteht es aus 200 Teilen. Ich hoffe, dass die Leute zur Besinnung kommen und erkennen, dass es sich tatsächlich um eine dieser Ideen handelte, die nicht sehr gut war.“
Insbesondere muss die neue Regelung von der Motorcycle Sports Manufacturers‘ Association (MSMA) einstimmig genehmigt werden.

MotoGP-Motorräder fahren in Katar durch die Boxengasse. Bildnachweis: Gold und Gans.
Ohne sie, und das scheint derzeit unwahrscheinlich, wird sich an der aktuellen Zwei-Fahrrad-pro-Fahrer-Regel nichts ändern. In jedem Fall wird eine endgültige Entscheidung beim britischen MotoGP nächsten Monat in Silverstone erwartet.