Die Zeiten, in denen man einen geparkten Radarkamerawagen aus einer Entfernung von einer halben Meile entdeckt und rechtzeitig vom Gaspedal rastet, könnten zu Ende gehen, zumindest wenn sich die neueste Überwachungsausrüstung des PSNI als erfolgreich erweist.
Die nordirische Polizei hat im Rahmen eines dreimonatigen Pilotprojekts mit der Northern Ireland Road Safety Partnership mit der Erprobung von drei neuen TruCAM II-Laserblitzern begonnen. Dabei warnt die Polizei Autofahrer und Radfahrer, dass die Geräte „überall, auf jeder Straße und zu jeder Zeit“ eingesetzt werden können.
Und wenn Sie denken: „Moment mal, die Polizei verfügt schon seit Jahren über tragbare Geräte?“ Das haben sie – aber nicht wie diese. Bei den Waffen, die man gelegentlich von einem Polizisten am Straßenrand in der Hand sehen sieht, handelt es sich um einfache Geschwindigkeitsgewehre, die dem Beamten die Geschwindigkeit des Fahrzeugs anzeigen, das dann angehalten werden muss, um damit umzugehen. Diese neuen Kameras sind praktisch eine vollständig vernetzte, autonome Geschwindigkeitskartenfabrik.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Kamerawagen sind die Handgeräte klein genug, um im Kofferraum eines Streifenwagens transportiert zu werden, und können auf Straßen eingesetzt werden, auf denen ein größeres Überwachungsfahrzeug einfach nicht hineinpasst. Nach Angaben des PSNI umfasst dies auch Landstraßen und Strecken, auf denen es in der Vergangenheit zu Zusammenstößen oder wiederholten Beschwerden von örtlichen Gemeinden gekommen ist.

Die TruCAM II kombiniert ein Laser-Geschwindigkeitserkennungssystem mit integrierter Videoaufzeichnung, sodass Beamte genügend Beweise für die Strafverfolgung sammeln können, ohne das säumige Fahrzeug jemals am Straßenrand anhalten zu müssen. Der Hersteller gibt an, dass das System unter idealen Bedingungen in der Lage ist, Geschwindigkeiten auf Entfernungen von bis zu etwa einem Kilometer zu messen, obwohl die Bilderfassungsentfernungen typischerweise deutlich kürzer sind.
Für Fahrgäste ist dies ein weiteres Zeichen dafür, dass die Polizei zu flexibleren Durchsetzungsmethoden übergeht, anstatt sich ausschließlich auf fest installierte Kameras und gut sichtbare Transporter zu verlassen. Anfang des Jahres hat die Polizei von Thames Valley ein eigenes Team für Sicherheit und Geschwindigkeitskontrolle bei Motorrädern ins Leben gerufen, das Polizeiarbeit speziell auf Motorräder mit Einsätzen mobiler Kameras in bei Radfahrern beliebten Bereichen kombiniert.

Das PSNI sagt, dass dieser Schritt eindeutig darauf abzielt, Kollisionen zu reduzieren und das Fahrerverhalten zu ändern, und verweist auf die bisher 36 Todesopfer auf Nordirlands Straßen im Jahr 2026 als Rechtfertigung für das härtere Vorgehen. Überhöhte Geschwindigkeit zählt nach wie vor zu den sogenannten „Fatal Five“-Ursachen für schwere Kollisionen, die von der Polizei ermittelt wurden.
Ob Fahrer die neuen Kameras als willkommene Sicherheitsmaßnahme oder lediglich als weitere Einnahmequelle betrachten, hängt weitgehend davon ab, wo sie letztendlich eingesetzt werden. Klar ist jedoch, dass der alte Trick, nach einem weißen Transporter Ausschau zu halten, der in einer Parkbucht geparkt ist, möglicherweise nicht mehr ausreicht.