Honda hat offiziell eine brandneue Motorradproduktionsanlage in der Türkei eröffnet, da der japanische Riese seinen Einfluss auf einen der am schnellsten wachsenden Märkte für motorisierte Zweiräder in Europa stärken will.
Der neue Standort in Aliağa, Izmir, wird Hondas 38. Motorradfabrik weltweit und ist nach Produktionsbeginn im April 2026 bereits in Betrieb. Zunächst wird das Werk in der Lage sein, 100.000 Motorräder pro Jahr zu bauen, obwohl Honda sagt, dass sich die Zahl bei weiter steigender Nachfrage schließlich auf 200.000 Einheiten verdoppeln könnte.
Der Schritt ist eine ziemlich umfangreiche Absichtserklärung von Honda, insbesondere angesichts der Tatsache, dass sich die Türkei still und heimlich zu einem ihrer stärksten europäischen Märkte entwickelt hat. Die Marke stand im Jahr 2025 zum elften Mal in Folge an der Spitze der Motorrad-Verkaufscharts des Landes, unterstützt durch die wachsende Nachfrage nach erschwinglichen Fahrrädern für den Privattransport und für den gewerblichen Lieferverkehr – wie dem PCX125, das Sie im Hauptbild sehen können.
Honda gibt an, dass die Fabrik rund 300 Mitarbeiter direkt beschäftigen wird und darauf ausgelegt ist, die lokale Produktion zu verbessern, Lieferketten zu verkürzen und die Fertigungsflexibilität zu erhöhen. Die Anlage selbst umfasst 100.000 Quadratmeter, davon sind 45.000 Quadratmeter für die Innenproduktion vorgesehen.
Hans de Jaeger, Präsident und Direktor von Honda Motor Europe, beschrieb die Fabrik als „einen starken Ausdruck unseres Vertrauens in den Markt“ und sagte, sie werde sowohl zu Hondas globalen Produktionsplänen als auch zum industriellen Wachstum der Türkei beitragen.
Satoru Yamada, Präsident von Honda Türkiye, fügte hinzu, dass das Projekt Hondas „langfristige Vision“ für das Land widerspiegele und betonte, dass der Erfolg am Wert gemessen werde, den die Fabrik den örtlichen Gemeinden bringe, und nicht nur an den Verkaufszahlen.
Neben der Produktion wurde der Standort laut Honda im Hinblick auf umfassendere Umweltziele entwickelt, während neben dem Betrieb der Fabrik auch lokale soziale Projekte, darunter Verkehrserziehungsprogramme und Wiederaufforstungsinitiativen, weitergeführt werden.