Mercedes-Benz C-Klasse Electric mit 762 km Reichweite und konventionellerem Design vorgestellt

Eine säulenförmige Innenblende, eine völlig neue Plattform und hochentwickelte Motoren lassen die C-Klasse in das Elektrozeitalter vordringen, aber die Benzinversionen werden nicht verschwinden


Mercedes-Benz hat seine völlig neue elektrische C-Klasse vorgestellt, die mit einem der wichtigsten Verbrenner-Typenschilder der Marke ein Emblem teilen, es aber nicht ersetzen wird, und zwar durch ein völlig neues Elektromodell, das große Reichweite und Schnellladeeigenschaften verspricht.

Die Veröffentlichung in Australien wird voraussichtlich im Jahr erfolgen 2027Die elektrische Version der C-Klasse wird weltweit zunächst als C400 4MATIC auf den Markt kommen: eine Limousine mit zwei Motoren und Allradantrieb 360 kW Und 800 Nmmit einer behaupteten Zeit von 0-100 km/h von 4,0 Sekunden.

Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch günstigere Modelle mit Heck- und Allradantrieb sowie kleinere Batterien hinzukommen, während AMG angeblich an einem leistungsstarken Gegenstück arbeitet.

Einige Märkte dürften rechtzeitig auch einen C-Klasse-Kombi erhalten. Das SUV-Äquivalent ist der neue GLC mit EQ-Technologie – ein EV-bezogener Spitzname, der für die Limousine offenbar gestrichen wurde.

Das wichtigste Ziel für die elektrische C-Klasse ist eindeutig das BMW-Äquivalent im i3, das etwa zur gleichen Zeit in Australien landen dürfte.

Viele Spezifikationen des C400 4MATIC entsprechen der Einführungsversion des i3 50 xDrive des 3er EV, aber die Batterie im Benz ist deutlich kleiner 94 kWh (gegenüber 108 kWh).

Dadurch beträgt der Reichweitenanspruch der C-Klasse bis zu 762 km (WLTP) im C400-Format liegt etwas unter den 900 km des BMW – ein Wert, den die Bayern mit einer echten SUV-Batterie brutal erzwungen haben.

Die Effizienz der Konkurrenten ist jedoch letztendlich ähnlich, und wie der BMW verwendet auch der Mercedes-Benz eine 800-Volt-Elektroarchitektur, die in diesem Fall eine DC-Spitzenladung mit 330 kW unterstützen kann.

Diese Zahlen werden die C-Klasse an das spitze Ende des Segments der Premium-Elektrolimousinen bringen und einen größeren technischen Aufwand signalisieren als einige frühere Modelle der Marke EQ.

Anders als der EQC und die frühen Mercedes EV-Modelle ist die C-Klasse als direkte Ergänzung und Fortsetzung der C-Klasse-Linie positioniert und nicht als neuer Nebenzweig der Baureihe.

Physisch gesehen ist die Elektroversion ein größeres Auto als die benzinbetriebene C-Klasse „W206“, neben der sie in Ausstellungsräumen stehen wird, wobei die Elektroversion gemessen wird 4883 mm in der Länge (+132 mm im Vergleich zum ICE-Auto) auf a 2962 mm Radstand (+97mm).

Während Mercedes die organischen Stilmerkmale der EQE- und EQS-Limousinen sorgfältig wieder vereint hat, ist die elektrische C-Klasse aus manchen Blickwinkeln immer noch eher ein Coupé als eine Limousine, mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,22 cW.

Vorne ist es vielleicht die traditionellste Ansicht mit einer postmodernen Interpretation der aufrechten Benz-Kühlergrills der 1980er Jahre, die jetzt mit dynamischen Lichtelementen gefüllt sind.

Die Marke betont die Ausgereiftheit des elektrischen Fahrgestells der C-Klasse und positioniert das Elektrofahrzeug sowohl agiler als auch komfortabler.

Zu den wichtigsten Hardwarekomponenten gehören die optionale Airmatic-Luftfederung, eine Hinterachslenkung mit bis zu 4,5 Grad Knickwinkel und eine vorausschauende Dämpfung auf Basis von Cloud-Daten, die von anderen Mercedes-Benz-Fahrzeugen hochgeladen wurden.

Der dominierende Heckmotor ist mit einem Zwei-Gang-Getriebe gekoppelt – immer noch ein seltenes Merkmal bei Elektrofahrzeugen – mit dem Ziel, bei niedrigen Geschwindigkeiten eine starke Leistung zu erzielen und gleichzeitig eine bessere Effizienz auf der Autobahn zu erzielen.

Ein automatisch abschaltender Frontmotor ermöglicht es den AWD-Versionen der C-Klasse unterdessen, bei leichter Last als Fahrzeug mit Heckantrieb zu fahren.

Im Innenraum geht die elektrische C-Klasse hinsichtlich der digitalen Integration deutlich über das Verbrennermodell hinaus. Highlight ist ein (optionaler) nahtloser 39-Zoll-Hyperscreen mit durchgängigen Inhalten.

Für die neue C-Klasse gibt es kein Armaturenbrett, das nicht die von Säule zu Säule reichende Bildschirmfläche sieht: Die Frage ist nur, ob „Verbindungen“ in den Bildschirmen sichtbar sind.

Obwohl es den Anschein hat, dass ein Beifahrerdisplay zur Standardausstattung gehört, gibt es ein großes Sternchen: Bei den Basisversionen zeigt der Bildschirm vor dem Beifahrer eine Umgebungsansicht an, ist aber nicht nutzbar.

Laut Mercedes-Benz steigert eine neue Zonenarchitektur die Rechenleistung der C-Klasse erheblich, während die Insassen jetzt auch mit einem Multi-Agenten-KI-System interagieren können.

Der Innenraum umfasst optional Massagesitze und belüftete Sitze, eine Auswahl an Basisleder, Nappaleder oder einer zertifizierten, vollständig veganen Kabine sowie ein optionales festes Glasdach mit 162 beleuchteten Sternen.

Der Laderaum besteht aus einem 470-Liter-Kofferraum und einem 101-Liter-Kofferraum, der nach Angaben des Autoherstellers Platz für einen Handgepäckkoffer oder Ladekabel bietet.