Die Technologie von Motorradhelmen könnte eine neue, faszinierende Richtung einschlagen, da das Automobilsicherheitsunternehmen Autoliv überdenkt, was der Kinnriemen eines Helms sein sollte.
Die Entwicklung der Helmsicherheit ist ebenso aggressiv wie die der Fahrräder, die wir fahren. Hersteller konzentrieren sich kontinuierlich darauf, Helme leichter, stärker und vernetzter zu machen. Ein Bereich des Helmdesigns, der sich im Laufe der Jahre jedoch kaum verändert hat, ist der Kinnriemen.
Typischerweise ist der Doppel-D-Ring der Industriestandard. Bei Touren und allgemeinen Straßenfahrten hat die einfache Handhabung der mikrometrischen Ratsche es jedoch zu einem beliebten Plan B gemacht – und mit dem „Fid Lock“-System von Ruroc möchte ich gar nicht erst anfangen!
Aber möglicherweise wird in den kommenden Jahren ein neues Riemensystem auf den Markt kommen. Und dieser wird sich, wenn die Behauptungen seines Herstellers wahr sind, automatisch an den Kopf des Fahrers anpassen.
Das System basiert auf der Art von Technologie, die in Autosicherheitsgurten verwendet wird, ein Bereich, in dem sich Autoliv gut auskennt. Das bedeutet, dass der Riemen des Helms gelöst werden kann, wenn der Fahrer leicht daran zieht, und ihn dann wieder festziehen kann, um einen festen Sitz am Kopf des Fahrers zu gewährleisten. Es bleibt abzuwarten, wie das System den Gurt bequem spannen kann, ohne dabei den Fahrer zu erwürgen, obwohl das System noch eine weitere Sicherheitsfunktion aufweist.
Viele Autosicherheitsgurte werden bei einem Unfall mit dem Fahrzeug enger um den Benutzer herumgeschnallt, um sicherzustellen, dass sie nicht im Fahrzeug herumgeschleudert werden oder im schlimmsten Fall aus dem Fahrzeug herausgeschleudert werden. Autoliv hat diese Theorie auf das Riemendesign angewendet, obwohl es den Riemen im Falle eines Stoßes nicht unbedingt strafft, sondern lediglich verriegelt, um zu verhindern, dass er sich lockert.
Es gibt immer noch einige Zweifel an der Legitimität des Systems. Am drängendsten ist die Frage, wie seine Hersteller vorschlagen, die gesamte mechanische Ausrüstung in den schmalen Rahmen eines Motorradhelms zu packen. Und wird dadurch das Gewicht des Deckels negativ beeinflusst? Zweitens: Ist es wirklich nötig? Ein Helm, der sich bei einem Unfall löst, kommt selten vor und kann oft auf schlechte Herstellung oder Benutzerfehler zurückgeführt werden. Brauchen wir wirklich eine mechanische Vorrichtung, um unsere Lider vor jeder Fahrt festzuziehen – werden wir wirklich so faul?!
Ob dies der nächste große Sprung in der Helmsicherheit oder eine clevere Lösung für ein Problem ist, das eigentlich gar nicht existiert, steht noch zur Debatte. Auf dem Papier hat die Idee von Autoliv ihre Berechtigung, vor allem, wenn sie die Passform und Konsistenz wirklich verbessern kann, ohne mehr Volumen oder Gewicht hinzuzufügen. Aber in der realen Welt, wo ein ordnungsgemäß befestigter Deckel ohnehin nicht verhandelbar ist, fühlt es sich wie eine dieser Innovationen an, bei denen es möglicherweise mehr um das Mögliche als um das Notwendige geht. Der Beweis wird wie immer darin liegen, wie es sich auf der Straße schlägt und ob die Fahrer tatsächlich das Gefühl haben, dass sie es überhaupt brauchen.