Die Piaggio-Gruppe gründet eine neue Tochtergesellschaft auf den Philippinen, da die Premium-Fahrräder wachsen

Die Piaggio-Gruppe hat im Rahmen ihrer laufenden Expansion in Südostasien eine neue Tochtergesellschaft auf den Philippinen angekündigt. Das Unternehmen gibt an, durch diesen Schritt direkt in einem der wichtigsten Zweiradmärkte der Region Fuß fassen zu können.

Die Philippinen sind derzeit nach Indonesien und Vietnam der drittgrößte Motorradmarkt in Südostasien und der fünftgrößte weltweit. Jährlich werden dort rund 2,3 Millionen Roller und Motorräder verkauft, die meisten davon im Pendler- und Budget-Segment.

Die neue Niederlassung von Piaggio wird sich um den Import und Verkauf von Vespa-, Piaggio- und Aprilia-Motorrollern sowie Aprilia- und Moto Guzzi-Motorrädern kümmern. Darüber hinaus wird das Unternehmen Ersatzteile und Zubehör vor Ort liefern, wobei das Unternehmen angibt, dass künftig auch leichte Nutzfahrzeuge hinzukommen könnten. Piaggio produziert auch seine langjährige Marke Ape mit dreirädrigen kommerziellen Pick-ups und Transportern, die Art von Fahrzeugen, die auf den Straßen des asiatischen Kontinents häufig vorkommen.

Eine Piaggio Ape 50

Während der globale Markt weiterhin vor Herausforderungen steht, verzeichneten die Philippinen in den letzten Jahren ein starkes Wachstum. Das Durchschnittseinkommen ist in den letzten zehn Jahren um etwa 40 % gestiegen, und Berichten zufolge möchten immer mehr Fahrer auf höherwertige Modelle umsteigen.

Der Schritt folgt ähnlichen Bemühungen von Piaggio, seine Position im gesamten asiatisch-pazifischen Raum zu stärken, wobei der italienische Hersteller darauf abzielt, die wachsende Nachfrage nach europäischen Premiummarken in Märkten zu erschließen, die traditionell von japanischen und chinesischen Herstellern dominiert werden.