Wir wollten den GB350 und haben ihn nicht bekommen. Wir wollten den Hawk 1100 und haben ihn nicht bekommen. Honda hat jetzt den CGX150 für den asiatischen Markt angekündigt und auch diesen werden wir nicht bekommen.
Man will immer das, was man nicht haben kann, heißt es in einem Sprichwort. Die jüngste Ankündigung der Honda-Tochter in China ist nur ein weiteres Beispiel dafür. Das fragliche Motorrad ist eine dieser einfachen, abgespeckten und ausgesprochen altmodischen Maschinen, von denen man einfach weiß, dass sie sich in Scharen verkaufen würden, wenn sie es tatsächlich bis nach Großbritannien schaffen würden.
Die Kraft kommt von einem luftgekühlten Einzylinder im historischen Stil, der bei 7.500 U/min 12 PS und bei 5.500 U/min 9,2 lb ft leistet. Die Kraftübertragung auf das Hinterrad erfolgt über ein passend retromäßiges Fünfganggetriebe, und das Bremsen an beiden Enden übernehmen eine einzelne Scheibe und ein Einkolben-Bremssattel vorne und hinten. Das sind nicht tonnenweise Bremskraft für ein modernes Motorrad, aber bei einem gemeldeten Nassgewicht von unter 130 kg sollten selbst diese winzigen Bremsen ausreichen, um den kleinen Roadster ohne allzu große Probleme hochzuziehen.
Bei diesem Motorrad geht es eigentlich nicht um die technischen Daten, die Ausstattung oder die Leistung, sondern um den schönen Retro-Cafe-Racer-Stil. Fahrer eines gewissen Alters werden sich an ein anderes beliebtes Motorrad aus Hondas umfangreichem Katalog erinnern, das an die CGX150 erinnert: die GB500 TT. Die GB500 war in jeder Hinsicht ein ironisches Motorrad, da sie von den in Großbritannien gebauten Einzylindermaschinen der 60er und 70er Jahre inspiriert war, in Großbritannien jedoch nicht offiziell erhältlich war. Leider sieht es so aus, als könnte die CGX150 denselben Weg gehen. Und obwohl es durchaus Sinn macht, hier kein 150-ccm-Motorrad mit Gangschaltung auf den Markt zu bringen (da sie sich in weiten Teilen Europas nicht in großen Stückzahlen verkaufen), sollte es zu schwierig sein, es gegen einen 125-ccm-Motor auszutauschen, was es auf britischen und europäischen Straßen zu einer viel praktikableren Option machen würde.
