Die Motorcycle Industry Association (MCIA) hat die Bestätigung begrüßt, dass die Regierung nach der Veröffentlichung der ersten britischen Verkehrssicherheitsstrategie seit mehr als einem Jahrzehnt eine offizielle Überprüfung der Motorradschulung, -prüfung und -lizenzierung durchführen wird.
Wie Anfang dieser Woche berichtet, verpflichtet die Strategie das Verkehrsministerium dazu, Beratungen zu Reformen des aktuellen Motorrad-Lizenzrahmens durchzuführen, wobei sowohl das unverhältnismäßige Risiko, dem Fahrer ausgesetzt sind, als auch die potenzielle Rolle, die Motorräder bei der Bewältigung von Staus und der Unterstützung von Netto-Null-Zielen spielen könnten, anerkannt werden.
Derzeit machen Motorradfahrer rund ein Prozent des Straßenverkehrs aus, aber mehr als 20 Prozent der Verkehrstoten, ein Missverhältnis, das in der Strategie hervorgehoben wird, die darauf abzielt, die Zahl der Todesfälle und Schwerverletzten auf britischen Straßen bis 2035 um 65 Prozent zu senken.
Laut MCIA spiegelt die Ankündigung mehrere Jahre Lobbyarbeit im Rahmen der Kampagne „A License to Net Zero“ wider, in der argumentiert wurde, dass das britische Motorradlizenzsystem übermäßig komplex, teuer und schlecht auf die moderne Verkehrspolitik abgestimmt sei.
Die Lizenzreform ist auch Teil des umfassenderen Aktionsplans des Verbandes für den L-Kategorie-Sektor, der gemeinsam mit der Vorgängerregierung entwickelt wurde. Im Plan werden Änderungen bei Ausbildung und Zugang als eine von mehreren Maßnahmen genannt, die neben Infrastrukturinvestitionen, Regulierungsreformen und der Unterstützung emissionsarmer und -freier Fahrzeuge erforderlich sind, um die Sicherheit zu verbessern und die Verkehrsverlagerung zu fördern.
MCIA begrüßte die Überprüfung, warnte jedoch vor Reformen, die den Zugang restriktiver machen. Der Verband argumentiert, dass alle Änderungen den Lizenzfortschritt vereinfachen, die Ausbildungsqualität verbessern und unnötige Barrieren für neue und wiederkehrende Fahrer abbauen sollten, anstatt den Zugang im Namen der Sicherheit einzuschränken.
Die Überprüfung wird nun in einen umfassenderen Konsultationsprozess unter der Leitung des Verkehrsministeriums einfließen, wobei MCIA angibt, dass es bei der Ausarbeitung von Vorschlägen mit Ministern, Schulungsanbietern und Fahrerverbänden zusammenarbeiten wird.
MCIA-Chef Tony Campbell kommentierte die Ankündigung wie folgt:
„Dies ist ein äußerst bedeutsamer Moment für den Motorradsektor und ein großer Kampagnensieg für MCIA. Seit mehreren Jahren fordern wir im Rahmen unserer Kampagne „A License to Net Zero“ eine vollständige Überprüfung der Motorradlizenzierung, -schulung und -prüfung – und heute hat sich die Regierung offiziell dazu verpflichtet, genau das zu tun.
„Die Ankündigung des Ministers auf unserer Jahreskonferenz im letzten Jahr war ein entscheidender Wendepunkt, und seitdem haben wir unermüdlich daran gearbeitet, sicherzustellen, dass dieses Thema weiterhin auf der Tagesordnung bleibt. Diese Überprüfung wäre ohne dieses nachhaltige Engagement nicht möglich.“
„Es gibt noch viel zu tun, und die Details werden von enormer Bedeutung sein. Wir werden konstruktiv mit der Regierung zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass etwaige Reformen die Lizenzierung weniger komplex, erschwinglicher und vor allem sicherer – und nicht restriktiver – machen.“
„Dies ist eine monumentale Chance, das Motorradfahren als sicheres, nachhaltiges und praktisches Transportmittel zu unterstützen, das dazu beitragen kann, die Ambitionen der Regierung in Bezug auf Verkehrssicherheit, Netto-Nullpunkt und Wachstum zu verwirklichen. Wir dürfen sie nicht verschwenden.“
Das Verkehrsministerium hat noch keinen Zeitplan für die Konsultation bestätigt, aber die Verpflichtung setzt den Motorradführerschein zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt wieder fest auf die politische Agenda.“
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