Ducatis 850er-MotoGP-Projekt ist vielversprechend, denn Bulega ist am schnellsten

Nur 20 Runden reichten für WorldSBK-Star Bulega, um zu zeigen, was er auf Ducatis zukünftigem MotoGP-Renner leisten kann.

Nicolo Bulega

Nicolo Bulega hat wenig Zeit verschwendet, um sich mit Ducatis zukünftiger MotoGP-Maschine vertraut zu machen. Der WorldSBK-Titelführende hat bei seinem ersten Einsatz mit dem 850-cm³-Prototyp des italienischen Unternehmens in Mugello eine Rekordzeit von 1:47,2 Minuten gefahren.

Frisch nach seinem 16. WorldSBK-Rekordsieg in Folge reiste der 26-Jährige direkt zurück nach Italien, um mit der Arbeit an Ducatis MotoGP-Projekt 2027 zu beginnen. Laut GPOne.com absolvierte Bulega bei einem privaten Test 20 Runden und beendete den Tag als Schnellster. Er landete 0,4 Sekunden vor dem Werkstestfahrer Michele Pirro und 1,3 Sekunden vor dem KTM-Testfahrer Dani Pedrosa.

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Der Test markierte Bulegas ersten richtigen Einsatz auf der mit Pirelli ausgestatteten 850er-Maschine, was einen entscheidenden Schritt im Hinblick auf die bevorstehenden Reglementänderungen der MotoGP darstellt. Während die tatsächliche Rundenzeit etwas unter dem aktuellen Mugello-Qualifikationsrekord liegt, der von Marc Marquez auf den bestehenden 1000-cm3-Michelin-Motorrädern mit 1:44,169 Minuten aufgestellt wurde, deuten die ersten Anzeichen darauf hin, dass sich Ducatis Paket der nächsten Generation bereits in einem Wettbewerbsfenster befindet.

Bulegas Beteiligung an dem Projekt erfolgte, nachdem er in den Schlussrunden der letztjährigen MotoGP-Saison für Marquez einsprang und sich neben seinen WorldSBK-Verpflichtungen eine Rolle in Ducatis längerfristigen Entwicklungsplänen sicherte.

Die Zeit auf der Strecke war jedoch begrenzt, da Ducati bestätigte, dass Bulega nur am Montagnachmittag fuhr, da schlechtes Wetter die weiteren Rennen am Dienstag zunichte machte und den gesamten Datentransport für das Werk in Bologna einschränkte.

Dennoch wird sein unmittelbares Tempo seine Chancen auf einen Vollzeitaufstieg im Jahr 2027 kaum beeinträchtigen. Diese Entscheidung könnte letztendlich von der Zukunft von Fabio Di Giannantonio abhängen, dessen nächster Schritt, ob er bei VR46 bleibt oder einen Werks-KTM-Fahrt anstrebt, darüber entscheiden könnte, wo oder ob Bulega in Ducatis zukünftiges MotoGP-Aufgebot passt.