Ducatis neuer 850-cm³-MotoGP-Prototyp wurde zum ersten Mal beim Testen gesichtet.
2026 Ducati MotoGP-Bike. Bildnachweis: Gold und Gans
Ducati wurde beim Testen seines neuen 850-cm³-MotoGP-Prototyps in Misano gesichtet, wobei Michele Pirro die Entwicklung der 2027er-Maschine durchführte.
Damit ist Ducati nach KTM und Honda nun der dritte bekannte Hersteller, der seinen MotoGP-Prototyp 2027 vorgestellt hat.
Von GPOne.com veröffentlichte Bilder und Videos zeigten Pirro auf einer Desmosedici „GP27“, die vor den Reglementänderungen im nächsten Jahr mit dem mit Spannung erwarteten 850-cm3-Motor, überarbeiteter Aerodynamik und Pirelli-Reifen ausgestattet war.
Ducati bestätigte gegenüber Crash.net, dass das Motorrad, das Pirro fuhr, tatsächlich der 850er-Prototyp des nächsten Jahres war. Pirro wurde beim Testen der neuen Maschine während eines Tests der V2 Champ Academy in Misano gesehen.
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Auch wenn dies das erste Mal war, dass Ducatis neue Maschine bei Tests gesichtet wurde, heißt das nicht, dass das Motorrad nicht schon zuvor an privaten Tests teilgenommen hat. Das bedeutet jedoch, dass nur noch Yamaha und Aprilia übrig sind, die ihre neuen 850er-Prototypen auf der Strecke präsentieren können.
Bisher hat Pirro die Entwicklung der neuen Maschine übernommen, obwohl erwartet wird, dass Nicolo Bulega, der Favorit auf den World-Superbike-Titel, ab Juni gemeinsam mit seinem Landsmann das Motorrad des nächsten Jahres testen wird.
Davide Tardozzi, Teammanager der Ducati MotoGP, war am Montag in Misano anwesend, wo nasses Wetter die Zeit auf der Strecke beeinträchtigte. Der V2 Future Champ Ducati Academy-Test wird heute (Dienstag, 14. April) fortgesetzt.
Pirelli unterstützt derzeit einzelne 850er-Entwicklungstests von Herstellern und bereitet sich darauf vor, Michelin als alleinigen Reifenlieferanten für die MotoGP abzulösen. Mit diesem Wechsel wechselt Michelin in die Superbike-Weltmeisterschaft und ersetzt dort Pirelli.
Vollzeit-MotoGP-Fahrer sollen im Juni bei einem offiziellen Test nach dem Rennen in Brünn erste Erfahrungen mit den Maschinen und Reifen des nächsten Jahres sammeln. Im Laufe des Jahres ist damit zu rechnen, dass die MotoGP-Teams ihren Fokus stark, wenn nicht sogar ganz, auf die Motorräder für 2027 verlagern werden.