KTM wird voraussichtlich diesen Monat in Indien eine neue Reihe von 350-cm³-Modellen auf den Markt bringen. Berichten zufolge wird die neue Reihe jedoch zu den aktuellen 390-Modellen stoßen, anstatt sie zu ersetzen.
Die neue 350er-Reihe soll Käufern eine günstigere Alternative zu den 390ern bieten, die über einen 399-cm³-Motor verfügen und in Indien als „Big Bikes“ gelten.
Der Preis der KTM 390 Duke wurde im April bereits angehoben, und Berichten zufolge könnten weitere 390er-Modelle des österreichischen Unternehmens ein ähnliches Schicksal erleiden. Dies liegt an den Sätzen der indischen Waren- und Dienstleistungssteuer (GST).
Das indische Outlet Rushlane berichtet, dass die neuen GST 2.0-Reformen Motorräder mit einem Hubraum von 350 cm³ oder mehr in eine Steuerklasse von 40 Prozent einführen. Im Vergleich dazu sind es bei Motorrädern mit einem Motor kleiner als 350 ccm 18 Prozent.
Mit der Einführung der neuen 350er-Reihe erhalten Kunden wahrscheinlich ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis und profitieren gleichzeitig von Modellen, die weitgehend die gleiche DNA wie ihre etwas größeren Geschwister haben.
Es ist ein interessanter Schritt, die 390er im Programm zu behalten, denn im Februar deuteten Berichte, wiederum aus Indien, darauf hin, dass KTM den LC4-399-cm³-Motor durch einen größeren, leistungsstärkeren Paralleltwin-Motor ersetzen könnte, der wahrscheinlich in der Klasse unter 500 cm³ angesiedelt ist.
Es wird interessant sein zu sehen, wie sich das alles entwickelt, aber es scheint klar zu sein, dass die neuen 350-cm³-Maschinen nicht mehr weit davon entfernt sind, auf dem indischen Markt zu landen.
Was Großbritannien betrifft, wird die 390-Reihe zumindest vorerst bestehen bleiben, da die Modelle 390 Enduro R, 390 Adventure R und X sowie die 390 Duke alle als 2026-Modelle erhältlich sind. Der flüssigkeitsgekühlte LC4-Motor mit 399 cm³ Hubraum leistet 44 PS und 29 Nm Drehmoment.