Der elektrische ID3 GTI soll das Fahrerengagement seines berühmten Gegenstücks mit Verbrennungsmotor erreichen
Zum ersten Mal in der 50-jährigen Geschichte von Volkswagen wurde das berühmte GTI-Emblem an einem Auto mit Hinterradantrieb angebracht.
Der ID3 GTI wurde diese Woche vorgestellt und verspricht, eine stärkere Einbindung des Fahrers zu bieten als der ID3 GTX, den er im Wesentlichen ersetzt.
Es setzt den Sinneswandel von VW fort, nachdem das Unternehmen zunächst das GTX-Emblem eingeführt hatte, um seine sportlichsten Elektromodelle zu kennzeichnen. Der ID3 GTI folgt auf den Mitte des Jahres vorgestellten ID Polo GTI mit Frontantrieb.
Die wichtigsten Spezifikationen
Ein Elektromotor an der Hinterachse verleiht dem ID3 GTI einen großen Unterschied zum ähnlich großen Golf GTI mit Benzinklappe, der seit seiner Geburt im Jahr 1976 über einen Frontantrieb verfügt.
Der Motor leistet 240 kW und 545 Nm, was erhebliche Leistungsvorteile gegenüber dem 195 kW/370 Nm starken Turbobenzin-Golf darstellt, obwohl der ID3 GTI bei der Beschleunigung von 0 auf 100 km/h nur drei Zehntel schneller ist: 5,6 gegenüber 5,9 Sekunden.
(VW hat das Gewicht des heißen ID3 nicht bekannt gegeben, geht aber davon aus, dass er deutlich schwerer sein wird als der Benzin-GTI.)
Eine 79-kWh-Batterie verleiht dem elektrischen Hot-Hatch eine WLTP-Reichweite von 601 km, ein weiterer technischer Datenwert, der praktisch mit denen der Performance-Variante des ID3 GTX identisch ist.
Laut VW kann die Batterie durch Gleichstromladen mit bis zu 183 kW in knapp einer halben Stunde von 10 auf 80 Prozent aufgeladen werden.
Wo uns der GTX letztes Jahr überwältigt hat, verspricht VW mit dem Spitzenmodell ID3 ein „neues, reines und dynamisches GTI-Erlebnis“.

Außendesign: Keine Subtilität mehr
Während die GTX-Modelle von VW ein relativ dezentes Design aufwiesen, bringt das neue Flaggschiff ID3 klassische GTI-Elemente mit.
Zwischen den LED-Scheinwerfern befindet sich ein horizontaler roter Streifen und ein schwarzer, wabenförmiger unterer Lufteinlass sorgt für die Kabinen- und Batteriekühlung.
Und die 20-Zoll-Räder tragen den Namen „Wörthersee“ in Anspielung auf das renommierte jährliche GTI-Festival in Österreich.
Fünf Außenfarben umfassen traditionelle GTI-Lacke – Schwarz, Weiß, Silber und Rot, außerdem gibt es auch eine graue Option.

Innenarchitektur: Tartaniert!
Ein schwarzer (bzw. dunkelgrauer) Innenraum setzt die GTI-Merkmale mit roten Nähten und anderen roten Akzenten fort.
Auch die Sitze aus Materialmix sind mit einem Stoff mit Schottenmuster versehen, ein typisches GTI-Merkmal seit dem Original.
Ein weiterer horizontaler roter Streifen verläuft über das Armaturenbrett und das unten abgeflachte Lenkrad ist mit einer roten 12-Uhr-Markierung versehen.

Zu den Fahrmodi gehört eine „GTI“-Option, die „die Sportlichkeit maximiert“ und dem Fahrer die volle Kraftentfaltung, ein sportlicheres Lenkverhalten und eine dynamischere Einstellung des adaptiven Fahrwerks bietet.
Bei Auswahl wechselt auch das digitale Fahrercluster zu einem GTI-Display und die Hintergrundbeleuchtung wird rot.
Der Volkswagen ID3 GTI wird Anfang 2027 in Europa auf den Markt kommen, Pläne für Australien sind derzeit noch nicht bekannt.