Die FIM hat bestätigt, dass russische und weißrussische Fahrer, Teams und Funktionäre weiterhin von ihren Wettbewerben ausgeschlossen bleiben, während der Krieg in der Ukraine andauert, und bekräftigt damit eine erstmals im März 2022 eingeführte Position.
Die Entscheidung wurde während der ersten Vorstandssitzung des Leitungsgremiums im Jahr 2026, die am 4. und 5. Februar in Lyon, Frankreich, stattfand, noch einmal bekräftigt. Nach Prüfung der Situation erklärte der Vorstand, dass er „Mitgefühl und Solidarität mit allen unter der russischen Invasion Leidenden“ hege und die Entwicklungen weiterhin beobachten werde, bevor er Änderungen vornehme.
Das Verbot gilt vorerst für alle FIM-Weltmeisterschaften und Preisveranstaltungen, es gibt keinen Zeitplan dafür, wann oder ob es aufgehoben werden könnte.
Während die geopolitische Haltung die größten Schlagzeilen machen wird, deckte das Treffen ein breites Spektrum sportlicher, technischer und kommerzieller Themen ab, während der Verband auf die kommenden Saisons blickt.
Neben ihrer geopolitischen Haltung nutzte die FIM das Treffen in Lyon, um ein vollgepacktes Sportprogramm durchzugehen. Werbeverträge wurden für mehrere Serien diskutiert, darunter den Bagger World Cup sowie die QuadCross-, E-Bike Enduro-, E-Bike City- und X-Trial-Meisterschaften, während der Bajas World Cup mit einem neuen Logo und einer verbesserten Trail-Kategorie aufgefrischt werden soll, um die Sichtbarkeit des Wettbewerbs zu verbessern.
Der FIM-Vorstand
Was die weitere Zukunft betrifft, laufen bereits die Vorbereitungen für die nächsten FIM Intercontinental Games, die für den 23. Januar 2027 in Kuwait-Stadt geplant sind. Die Veranstaltung wird wieder Supersport- und Sportbike-Klassen mit Yamaha R7- und R3-Maschinen umfassen, wird aber durch die Hinzufügung einer MX2-Kategorie erstmals auch Motocross umfassen.
Abseits des Wettbewerbs meldete die FIM eine gesunde finanzielle Prognose und bestätigte, dass ihr neues Rennmotorradmuseum am 18. Februar 2026 eröffnet wird. Zu den weiteren Aktualisierungen gehörten behördliche Änderungen der Disziplinar- und medizinischen Vorschriften, ein neues „She Leads“-Mentoringprogramm der FIM-Akademie und eine frühzeitige Planung für Großveranstaltungen wie die Generalversammlung von Monte Carlo und die bevorstehende Kommissionskonferenz, bei der das Wohlergehen der Fahrer, zukünftige Kalender und langfristige Vereinbarungen zur Meisterschaftsförderung im Mittelpunkt stehen.
Aber trotz der vollen Agenda ist es die unveränderte Position des Verbandes zu Russland und Weißrussland, die als klarste Erkenntnis gilt: Diese Konkurrenten bleiben auf absehbare Zeit außerhalb des weltweiten Motorradsports.