Das Design von KTM-Motorrädern könnte in Zukunft ganz anders aussehen, denn das österreichische Unternehmen plant, von einem neuen hauseigenen Designzentrum in Salzburg aus zu operieren.
Dies könnte ein wichtiger Schritt für KTM sein, das zuvor sehr eng mit der Designagentur Kiska zusammengearbeitet hat. Diese Partnerschaft, wie wir sie kannten, scheint jedoch beendet zu sein, obwohl KTM weiterhin Kunde von Kiska bleibt.
Die mehr als drei Jahrzehnte währende Partnerschaft hat die Designsprache vieler KTM-Motorräder, die in Mattighofen vom Band liefen, maßgeblich mitgeprägt. Kiska stand auch hinter dem KTM X-Bow-Projekt, das aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten von KTM kürzlich auf Eis gelegt wurde.
Zuvor war die Pierer Mobility AG mit 50 Prozent an dem Unternehmen beteiligt, doch der neue Eigentümer von KTM, Bajaj Auto, hat im Zuge der Übernahme kürzlich eine umfassende Namensänderung vollzogen. Aus der Pierer Mobility AG wurde inzwischen die Bajaj Mobility AG.
Im Rahmen einer Pressemitteilung sagte Kiska-Geschäftsführer Julian Herget Folgendes:
„Nach der Rückübernahme der letzten Anteile der KTM-Gruppe durch die Gesellschafter agiert das Unternehmen aus Anif wieder völlig eigenständig.“
Herget fuhr außerdem fort, dass Kiskas starke Abhängigkeit von KTM „ungesund“ sei, was sich in der schwierigen Phase von KTM in den letzten Jahren auf das Unternehmen ausgewirkt habe. Während dieser Zeit musste KTM die Produktion zweimal unterbrechen, während es den Gläubigern gelang, die Marke „Ready to Race“ nach dem Übergang in die Eigenverwaltung vor dem völligen Zusammenbruch zu bewahren.
Auch Hunderte Mitarbeiter wurden in diesem Zeitraum entlassen, was zeigt, wie groß die finanziellen Schwierigkeiten bei KTM waren.
In der vollständigen Erklärung heißt es, dass KTM weiterhin mit Kiska zusammenarbeiten wird, obwohl die einstigen Anteile vom Technologieunternehmen Loxone GmbH übernommen wurden.