Die MotoGP beendet Wildcard-Auftritte ab Beginn der Saison 2027, nachdem sie eine Reihe von Änderungen am aktuellen Reglement angekündigt hat.
Mit der Entscheidung wird eine Regel aufgehoben, die Herstellern die Möglichkeit gegeben hatte, neues Material zu testen oder zukünftige Prototypen zu entwickeln.
Da fällt mir besonders Yamaha ein, da das in Iwata ansässige Unternehmen gegen Ende 2025 mehrere Wildcard-Auftritte absolvierte, um seinen neuen M1 mit V4-Antrieb zu entwickeln.
Aber unabhängig davon, wo die Marken im aktuellen MotoGP-Konzessionsranking rangieren, wird das nicht mehr möglich sein. Das bedeutet, dass wir Fahrer wie Dani Pedrosa von KTM oder Aleix Espargaro von Honda im Jahr 2027 nicht mehr auf der Strecke sehen werden.
Es wurde keine Erklärung abgegeben, aber das bedeutet, dass Testfahrer künftig nur noch Rennchancen erhalten, wenn sie einen verletzten Fahrer ersetzen.
Aleix Espargaro auf einem Honda MotoGP-Motorrad. Kredit – Gold und Gans.
Der Schritt könnte auch das Interesse von Fahrern verringern, die eine Rolle als Testfahrer anstreben, in der Hoffnung, sich mit Wildcard-Einsätzen einen Vollzeitsitz in der MotoGP zu sichern.
In der Pressemitteilung erklärte die MotoGP, dass Wildcards mit 850er-Maschinen in der laufenden Saison 2026 ebenfalls nicht zulässig seien. Während die MotoGP Wildcards ab 2027 komplett verbieten wird, wird sie weder in der Moto2 noch in der Moto3 abgeschafft, noch wird das Reifendrucküberwachungssystem abgeschafft.
Die vollständige Liste der Änderungen wurde in einer Erklärung der Grand-Prix-Kommission veröffentlicht, in der es hieß:
„Wildcards in der MotoGP-Klasse sind ab der Saison 2027 nicht mehr zulässig. Dies gilt für alle Hersteller, unabhängig von ihrem Konzessionsrang.
„Wildcards bleiben für die Klassen Moto2 und Moto3 zulässig.
„Wildcard-Einsendungen in der MotoGP-Klasse im Jahr 2026 dürfen keine 850-cm³-Maschinen der Spezifikation 2027 fahren, unabhängig vom Konzessionsrang eines Herstellers.“
Die MotoGP nimmt außerdem eine Optimierung an ihrem Verfahren zur Startverzögerung vor, sodass der Countdown zur Aufwärmrunde nun fünf Minuten vor dem Neustart stattfinden soll, statt drei Minuten vorher.