Harley-Davidson hat mit der Einführung von „RIDE“, einer überarbeiteten Markenplattform, die „mehr als ein Jahrhundert Motorradfahrkultur würdigt“, den Reset-Knopf gedrückt … oder zumindest sagt es das, was es tut.
RIDE wird als Neuanfang für das Unternehmen beschrieben, bevor im Mai eine umfassendere Strategieeinführung geplant ist. Sicherlich große Worte und große Absichten, aber im Moment ist noch unklar, was genau sich für die Fahrer spürbar ändern wird.
Auf dem Papier ist RIDE kein Produkt, kein Fahrrad und auch keine klar definierte Initiative. Stattdessen wird es als eine Art Dachidee positioniert, die laut Harley das Gefühl, die Kultur und die Gemeinschaft einfängt, die die Marke seit ihrer Gründung im Jahr 1903 umgeben. Mit anderen Worten: Es geht weniger um das A und O als vielmehr um Identität.
Wir hatten also More Roads, Hardwire und Rewire. Jetzt scheint es, als ob Harley-Davidsons Top-Tisch auf das RIDE vertraut.
Laut Artie Starrs, CEO von Harley-Davidson, handelt es sich bei dem Schritt um einen „vollständigen Neustart der Marke“, der sich stark auf die einfache Freude am Fahren konzentriert. Die Dinge auf den emotionalen Kern des Motorradfahrens reduzieren, anstatt etwas radikal Neues darüber zu legen. Und während das in den Ohren eingefleischter Harley-Anhänger wie Musik klingen mag, muss HD auch versuchen, neue, jugendlichere Fahrer anzusprechen.
Die vollständigen Kommentare von Starrs finden Sie unten:
„Ich freue mich sehr, die RIDE-Plattform als völlige Neuausrichtung der Marke vor der Einführung unserer Unternehmensstrategie im Mai einzuführen. Sie zelebriert den Spaß und die Freude, die Menschen beim Fahren des großartigsten Motorrads der Welt, einer Harley-Davidson, erleben.“
Optisch gibt es einige deutlichere Anzeichen einer Veränderung. Das ikonische Balken- und Schildlogo wird wieder in den Vordergrund gerückt (nicht vollständig mit Worten und nicht nur als Umriss), was einen erneuten Fokus auf das Erbe signalisiert. Es gibt auch ein neues Kampagnenvideo zu Willie Nelsons On the Road Again, denn was sonst?! Das Video enthält reale Fahraufnahmen und die Art von Open-Road-Bildern, mit denen Harley seit Jahrzehnten handelt. Und auch wenn das alles etwas unbeschwerter und fröhlicher wirkt als frühere Harley-Werbevideos, sagt es uns nicht wirklich, dass Harley in den kommenden Monaten und Jahren etwas Neues machen wird.
Und wenn wir über das Branding hinausgehen, werden die Dinge etwas unklar.
Es gibt noch keine Erwähnung neuer Modelle, keinen klaren Richtungswechsel für bestehende Fahrräder und keine konkreten Details darüber, wie sich „RIDE“ auf Händler, Kunden oder das Besitzererlebnis auswirken wird. Im Moment fühlt es sich eher wie eine Neupositionierung als wie eine Transformation an – eine Erinnerung daran, was Harley meiner Meinung nach bereits gut macht, und nicht wie eine Blaupause für das, was als nächstes kommt.
Das ist vielleicht keine schlechte Sache, da Harley in den letzten Jahren versucht hat, Tradition und Modernisierung in Einklang zu bringen, manchmal erfolgreich, manchmal weniger gut. Die Neuausrichtung der Botschaft auf den einfachen Akt des Fahrens könnte eine Möglichkeit sein, das Schiff zu stabilisieren, bevor die größeren strategischen Schritte landen.
Harley-Davidson RIDE-Werbevideo
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