Die Bajaj Mobility AG hat bestätigt, dass sich die KTM AG ein Refinanzierungsdarlehen im Wert von 550 Millionen Euro (rund 479,6 Millionen Pfund) zur Rückzahlung von Bajaj Auto International Holdings BV gesichert hat
Die Nachricht ist ein weiterer willkommener Schritt in der finanziellen Umstrukturierung von KTM, die in den letzten etwa 18 Monaten auf der Kippe stand.
Für diejenigen, die die ganze Geschichte nicht kennen: Kurz gesagt, KTM ging in die Selbstverwaltung, entließ Hunderte von Mitarbeitern, stellte die Produktion zweimal ein und wurde von Gläubigern und einer Finanzspritze von Bajaj, das nun die vollständige Kontrolle über den österreichischen Hersteller hat, über Wasser gehalten.
Vor Kurzem wurde der frühere Eigentümer der KTM AG, die Pierer Mobility AG, im Zuge der Übernahme durch das indische Unternehmen in Bajaj Mobility AG umbenannt.
Das neue Refinanzierungsdarlehen wurde von einem internationalen Bankenkonsortium vergeben und ist unbesichert mit einer Laufzeit von fünf Jahren.
In einer Pressemitteilung der Bajaj Mobility AG heißt es:
„Im Rahmen der letztjährigen Restrukturierung stellte die Bajaj Auto International Holdings BV der KTM AG im Mai 2025 ein Darlehen in Höhe von 450 Mio. Euro zur Finanzierung der Sanierungsplanquote zur Verfügung. Der aktuelle Refinanzierungsdarlehensvertrag wird von einem internationalen Bankenkonsortium gewährt und hat ein Gesamtvolumen von 550 Mio. Euro.
„Das Darlehen ist unbesichert, hat eine Laufzeit von 5 Jahren und wird im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich verzinst. Während der Laufzeit des Darlehensvertrags unterliegt die KTM AG marktüblichen Restriktionen bei Dividendenausschüttungen. Mit der Unterzeichnung dieses Darlehensvertrags werden die Refinanzierungsmaßnahmen der KTM AG abgeschlossen.“
Die wieder aufgenommene Motorradproduktion von KTM, die letzten Sommer begann, führte kürzlich zur Einführung des neuen 990 RC R Track-Modells, das neben der straßentauglichen 990 RC R beim neuen KTM 990 RC R Cup vorgestellt werden soll.