Ein französisches Ingenieursunternehmen nimmt Hybrid-Motorräder ernst, mit seinem neuesten Motorrad, das einfach F1 heißt und ebenfalls über ein über die Nabe angetriebenes Vorderrad verfügt – denn warum nicht!
Die treibende Kraft hinter dem Fahrrad ist die Eversor-Hybridtechnologie, die angeblich 27 Prozent der beim Bremsen entstehenden Energie zurückgewinnen kann. Dieser in der Nabe montierte Motor am Vorderrad kann beim Beschleunigen angeblich 300 Nm (221 lb ft) erzeugen und die Gesamtleistung des Motorrads um etwa 20 PS steigern. Der eigentliche Vorteil des Systems besteht jedoch darin, dass, wenn der Fahrer auf die Bremse tritt, derselbe Motor in einen Generator umgewandelt wird, der Strom nutzt und an die Batterie sendet.
Und es gibt noch einen weiteren Vorteil dieses Systems, der sich auf die Platzierung des Motors/Generators bezieht. Da bei den meisten anderen Fahrrädern der Antrieb auf das Hinterrad und der größte Teil der Bremskraft auf das Vorderrad übertragen wird, verringert sich bei starkem Bremsen das Gewicht am Hinterrad. Dadurch wird auch die Fähigkeit des Rades, Strom zurückzugewinnen, aufgrund einer verringerten Haftung beeinträchtigt. Bei diesem System nimmt jedoch die Reibung am Griffende des Fahrrads zu, wenn der Bremsdruck steigt.
Dies ist nicht der erste Versuch von Furion, einen wilden Hybrid zu entwickeln, denn bereits 2017 kündigte das Unternehmen den M1 an, einen Nacktmotor mit Rotationsantrieb und Hybridantrieb. Das Motorrad schien den Geist aufzugeben, bevor tatsächlich etwas passierte. Vielleicht hat dieser neue Furion F1 mit der kostengünstigen MT-07-Plattform als Basis mehr Glück!
Bilder: Furion / David Piolé