Nach Monaten der Vorbereitung, des Polierens, der Planung und wahrscheinlich einer ordentlichen Portion Koffein hat Honda Moto Roma endlich das Band für sein brandneues Honda Classic Museum durchtrennt – einen eigens dafür errichteten Raum, der den wichtigsten und schönsten Motorrädern gewidmet ist, die jemals das geflügelte Abzeichen trugen. Betrachten Sie es als Hondas Album mit den größten Hits … nur lauter und auf zwei Rädern.
Honda feierte diesen Anlass mit der Ankunft wichtiger Persönlichkeiten aus seinen europäischen und globalen Aktivitäten. Zu den Gästen gehörten Herr Okuda, Präsident von Honda Motor Europe; Herr Kawahara, General Manager der Honda Motor Company; Rui Rosa, kaufmännischer Leiter; und Herr De Jaeger, Vizepräsident der Honda Motor Company. Zu ihnen gesellten sich die Honda-Vertreter Vito Cicchetti und William Armuzzi, beide Geschäftsführer von Honda Motor Europe Ltd. Italien. Kurz gesagt: Hätten Sie bei dieser Veranstaltung einen Drehmomentschlüssel fallen lassen, wäre jemand Wichtiges getroffen worden.
Der Tag begann mit einem umfassenden Rundgang durch die riesige Anlage von Honda Moto Roma, die angeblich der größte Honda-Händler in Europa ist. Die Gäste erhielten einen Einblick in den Megastore, die Werkstatt, das Dach und das demnächst renovierte Nebengebäude. Die Gäste wurden persönlich von der Familie Del Gaudio betreut, die eine zentrale Rolle bei der Verwirklichung des Projekts gespielt hat.
Als der große Moment kam, war es Herr Okuda selbst, der sich den Besitzern am Museumseingang anschloss, um das Band zu durchschneiden – und bevor er eintrat, hinterließ er seine Unterschrift als bleibendes Zeichen des Anlasses.
Das Museum zeigt MotoGP-Maschinen, die einst von Nicky Hayden, Loris Capirossi, Max Biaggi und Wayne Gardner gefahren wurden, sowie mehrere Superbikes, die die Meisterschaft gewonnen haben. Das Programm wird im Laufe der Zeit wechseln, sodass die Besucher immer etwas Neues entdecken können.
Im Mittelpunkt des neuen Museums steht die mystische NR750, Hondas Ovalkolben-Experiment, das nach wie vor eines der ehrgeizigsten Ingenieursprojekte in der Motorradgeschichte ist. Es wurde als technisches Experiment und nicht als kommerzielles Produkt entwickelt und verfügte über ovale Kolben (wie sie bei Honda NR500 Grand Prix-Motorrädern zu finden sind), acht Ventile pro Zylinder und einen technischen Ansatz, der eher der Formel 1 als dem Rennrad ähnelte. Es wurde nicht gebaut, um Rennen zu gewinnen oder den Verkauf zu dominieren, sondern um zu beweisen, was mechanisch möglich ist – und dadurch wurde es zu einem der ehrgeizigsten und markantesten Projekte von Honda.
Der ausgestellte NR750 ist nicht nur ein Museumsstück. 1993 stellte Loris Capirossi mit genau diesem Motorrad auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke Nardò zwei Guinness-Weltrekorde auf: 186,30 Meilen pro Stunde über die fliegende Meile und einen Durchschnitt von 176,19 Meilen pro Stunde über 10 Meilen aus dem Stand. Für eine Maschine, die einst eher als Prototyp denn als Produktion galt, lieferte sie eine Leistung, die immer noch für Aufsehen sorgt.
Neben der NR750 stehen die Maschinen von Nicky Hayden, Max Biaggi, Wayne Gardner, Loris Capirossi und SBK-Weltmeistern aus Vergangenheit und Gegenwart. Und das Beste daran: Das Angebot wird sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln, wobei die Fahrräder abwechselnd ausgetauscht werden, sodass das Museum immer frisch wirkt.
Das Honda Classic Museum wird bald seine Türen für die Öffentlichkeit öffnen. Das bedeutet, dass jeder die Geschichte von Honda erleben kann – vom Dirtbike bis zum Prüfstand, von den Konzeptfahrzeugen bis zu den Champions – und das alles in einem sauberen, eleganten und eigens dafür vorgesehenen Raum.
Mehr über das Museum erfahren Sie auf der offiziellen Website.