Alle 11 MotoGP-Teams haben Vereinbarungen unterzeichnet, die sie bis zum Ende der Saison 2031 an die Meisterschaft verpflichten und damit den kommerziellen Rahmen vervollständigen, der die nächste Ära des Sports untermauern wird.
Die Ankündigung folgt auf die Bestätigung, dass die MotoGP-Hersteller dem neuen Abkommen bereits zugestimmt haben, was bedeutet, dass Teams, Fabriken, Organisatoren und Leitungsgremien nun vor einer umfassenden Überarbeitung der Regeln im Jahr 2027 aufeinander abgestimmt sind.
Während die langfristigen Vereinbarungen hinter den Kulissen für Stabilität sorgen, ist die größere Neuigkeit, was passiert, wenn die neuen Vorschriften in der nächsten Saison in Kraft treten.
Marc Marquez
Ab 2027 wird sich die MotoGP von ihren derzeitigen 1000-cm³-Maschinen lösen und kleinere 850-cm³-Motoren einführen, um die Sicherheit zu verbessern und engere Rennen zu ermöglichen. Die neuen Regeln werden auch die aerodynamische Freiheit erheblich einschränken, da die immer komplexeren Flügelpakete, die die moderne MotoGP verändert haben, zurückgefahren werden.
Eine weitere wichtige Änderung ist die Entfernung von Fahrhöhen- und Holeshot-Geräten. Die Systeme, die in der gesamten Startaufstellung alltäglich geworden sind und es den Motorrädern ermöglichen, sich für schnellere Starts und bessere Beschleunigung aus Kurven heraus abzusenken, werden nach den neuen Vorschriften vollständig verboten.
Zusammengenommen stellen die Änderungen den bedeutendsten technischen Neustart dar, den die MotoGP seit Jahren erlebt hat. Die Organisatoren hoffen, die Geschwindigkeit zu reduzieren, die Überholmöglichkeiten zu verbessern und wieder mehr Wert auf das Können der Fahrer zu legen.

Die neu unterzeichneten Vereinbarungen gelten für alle 11 aktuellen Teams am Start: Aprilia Racing, BK8 Gresini Racing MotoGP, Ducati Lenovo Team, Honda HRC Castrol, LCR Honda, Monster Energy Yamaha MotoGP, Pertamina Enduro VR46 Racing Team, Prima Pramac Yamaha MotoGP, Red Bull KTM Factory Racing, Red Bull KTM Tech3 und Trackhouse MotoGP.
Laut MotoGP stärken die Vereinbarungen die Position der Teams innerhalb der Meisterschaft und bieten gleichzeitig mehr Sicherheit für langfristige Investitionen. Das Rahmenwerk zielt auch darauf ab, die Werbeaktivitäten im gesamten Fahrerlager zu steigern, wobei der Schwerpunkt stärker auf der Profilbildung einzelner Teams und Fahrer liegt.

Monster Energy-Logo auf Marco Bezzecchis Aprilia MotoGP-Motorrad.
Die Meisterschaft wird mit 11 Teams und 22 Fahrern in der neuen Struktur fortgesetzt, wobei den Organisatoren daran gelegen ist, die Identität jedes Teams zu bewahren und gleichzeitig neue kommerzielle Möglichkeiten zu schaffen, während die MotoGP ihre globale Expansion fortsetzt.
Für die MotoGP beseitigen die Verträge jegliche Unsicherheit über die unmittelbare Zukunft des Starterfelds. Für Teams sorgen sie für finanzielle und sportliche Stabilität. Aber für die Fans wird sich die Aufmerksamkeit nun auf das Jahr 2027 richten und darauf, ob kleinere Motoren, weniger Aero und die Abschaffung von Höhenanpassungsgeräten den von vielen geforderten engeren Rennsport ermöglichen können.